In der Europäischen Union wurden im ersten Quartal 2026 mehr als 6300 neue emissionsfreie schwere Nutzfahrzeuge zugelassen, berichtet die unabhängige Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT). Gegenüber dem ersten Quartal 2025 entspricht das einem Plus von 41 Prozent über alle Segmente hinweg. Der Verkaufsanteil emissionsfreier Lkw über 3,5 Tonnen stieg von 3,6 auf 4,5 Prozent, bei emissionsfreien Bussen und Reisebussen von 20,2 auf 24,1 Prozent.
Bei emissionsfreien schweren Lkw über 12 Tonnen legten die Verkäufe von 900 im ersten Quartal 2025 auf 1600 im ersten Quartal 2026 zu. Der Marktanteil stieg damit von 1,4 auf 2,3 Prozent. Das Wachstum wurde laut den Analysten wahrscheinlich durch das erste CO2-Reduktionsziel der EU von 15 Prozent für dieses Segment gestützt, das im Juli 2025 in Kraft trat.
Mercedes-Benz blieb im ersten Quartal 2026 der führende Verkäufer emissionsfreier schwerer Lkw. MAN, Teil der Volkswagen-Tochter Triton, folgte dicht dahinter und verzeichnete im vergangenen Jahr einen stetigen Anstieg bei den Verkäufen seiner elektrischen TGS- und TGX-Modelle.
Auch bei emissionsfreien mittleren Lkw und Vans zwischen 3,5 und 12 Tonnen blieben die Verkäufe steigend: Sie nahmen von 1700 Einheiten und 17,9 Prozent Anteil im ersten Quartal 2025 auf 2000 Einheiten und 19,7 Prozent im ersten Quartal 2026 zu. Gleichzeitig markierte dies eine Verlangsamung gegenüber dem starken Wachstum der Vorjahre, in denen sich die Verkaufsanteile zwischen 2022 und 2025 jährlich verdoppelten, getrieben durch den elektrischen Van-Sektor.
Im Bus- und Reisebussegment stiegen die Verkäufe emissionsfreier Fahrzeuge von 1900 im ersten Quartal 2025 auf 2700 im ersten Quartal 2026. Der Anteil lag damit bei 24,1 Prozent. Ab 2026 gelten für die EU-Mitgliedstaaten höhere Ziele für die öffentliche Beschaffung emissionsfreier Busse unter der zweiten Phase der „Clean Vehicle Directive“, die von 2026 bis 2030 läuft.

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