Tesla hat auf dem Kurznachrichtendienst X ein Update zu Full Self-Driving (Supervised), kurz FSD (Supervised), in Europa veröffentlicht. Das fortschrittliche Fahrerassistenzsystem ist derzeit in den Niederlanden, Dänemark, Belgien, Estland und Litauen genehmigt. Dort setzen es den Angaben zufolge inzwischen mehr als 70.000 Tesla-Fahrer ein und legen damit täglich über eine Million Kilometer zurück.
Bei der Nutzung von FSD (Supervised) sei die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls im Vergleich zum manuellen Fahren 4,1-mal geringer, gemessen auf 100 Millionen Kilometern auf öffentlichen Straßen in der EU. Vor einer möglichen Abstimmung über eine EU-weite Genehmigung im Oktober hat Tesla einen zentralen Bestandteil der Nachweise für die Genehmigung in den Niederlanden öffentlich zugänglich gemacht. Das dazugehörige Dashboard (ENG) war bereits Anfang April 2026 allen EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt worden.
Für mehr als drei Milliarden gefahrene Kilometer im Jahr 2025 nennt Tesla bei schweren Unfällen gegenüber manuellem Fahren Rückgänge von 45 Prozent auf Autobahnen, 69 Prozent auf Bundesstraßen, 50 Prozent im Stadtverkehr und 40 Prozent auf Nebenstraßen. Automatische Notbremsungen seien um bis zu 84 Prozent und harte Bremsungen um bis zu 81 Prozent verringert worden. Bei Spurwechseln seien 99 Prozent der leichten Kollisionen auf Autobahnen und 93 Prozent außerhalb von Autobahnen vermieden worden. Grundlage seien 377 Millionen Fahrzeugmanöver im Flottenbetrieb.
Ereignisse aufgrund von Müdigkeit des Fahrers auf Autobahnen seien mit FSD (Supervised) gegenüber manuellem Fahren um 67 Prozent reduziert worden. Das System fahre 98 Prozent der Zeit mit oder unter der Geschwindigkeit des umliegenden Verkehrs, während Tesla-Ingenieurfahrzeuge 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt hätten, ohne bei einem Unfall mit schweren oder leichten Schäden schuldig gewesen zu sein. In mehreren Ländern seien zudem mehr als 230.000 Szenariotests unter unterschiedlichen Bedingungen absolviert worden, mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent. Auch bei Regen, Nebel sowie bei Tag und Nacht bleibe die Quote über 98 Prozent.
„FSD (Supervised) rettet bereits Leben, wo es genehmigt ist“, so Tesla. Zugleich erklärt der US-Elektroautobauer, dass dieser Sicherheitsvorteil in weiten Teilen Europas durch bürokratische Hürden blockiert bleibe. Die derzeit verfügbaren Funktionen erfordern weiterhin die ständige Aufsicht durch den Fahrer und machen das Fahrzeug nicht autonom. Aktivierung und Nutzung sind auf Gebiete mit regulatorischer Genehmigung beschränkt, technische Einschränkungen können gelten.

Futureman meint
Bisher passieren 99,9% der Unfälle aufgrund von menschlichen Versagen. Da sorgt jede technische Verbesserung für weniger Unfälle. Natürlich gibt es auch mit denen Unfälle. Zum einen, weil noch nicht alle Fahrzeuge damit fahren und Unfälle mit den 99,9%-Quoten-Fahrern passieren. Zum anderen ist das System, bei welchem Hersteller auch immer, sicher noch nicht perfekt. Kann man nur hoffen, dass das System besser wird, als die Suchanfragen per KI, die zu über 50% falsche Informationen enthalten. Allerdings ist der Straßenverkehr einfacher als die gesamte restliche Welt zu verstehen.
MrBlueEyes meint
„Bei der Nutzung von FSD (Supervised) sei die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls im Vergleich zum manuellen Fahren 4,1-mal geringer“
Grundgütiger… das ist ja gar nichts! …schlechter geht kaum für ein angebliches „Selbst-Fahr-System“…
Und in so ein System legt man dann nach Vorstellung von Tesla irgendwann sein Leben??!?!?!
Diese Autos sind meines Erachtens einfach gefährlich…
David meint
Ich muss zur Ehrenrettung von Tesla sagen, ich hatte bisher gedacht, dass Teslas Assistenzsysteme bei normalen Autobahngeschwindigkeiten bereits nicht mehr zu aktivieren sind. Das muss ich jetzt revidieren. Ich habe gelernt, dass damit 104 mph, immerhin 170 km/h, sogar auf Stadtstraßen erreichbar sind. Auch gilt es, einen anderen Eindruck zu korrigieren: In letzten Tests der aktuellen Tesla Modelle wurde der lange Bremsweg bemängelt. Aber zwei weitere Vorkommnisse bewiesen, beim bremsen haben die Tesla gar keine Probleme. Sie kommen auf leerem Highway sogar nachts anlasslos schön gerade mitten auf der Spur sicher zum stehen.
Gut, das waren im Resultat drei tödliche Unfälle. In den Berichten, die Tesla zwangsweise liefern musste, waren die entscheidenden Stellen geschwärzt. Aber natürlich nicht, damit jeder die vollkommene Untauglichkeit der sogenannten Assistenzsysteme erkennt. Nein, aus Datenschutzgründen. Datenschutz ist Tesla nämlich unheimlich wichtig. Eine Erfahrung, die auch Tesla-Besitzer aus Europa bestätigen können, nachdem ihr Tempoverstoß vom eigenen Auto verpetzt worden war. Denn die Fahrdaten bekommt die Polizei aus Tilburg jederzeit gegen 200 €, eine Gebühr, die dann natürlich noch aufgeschlagen wird.
M. meint
Tesla hat demnach nicht die Daten veröffentlicht, nur die selbst erstellte Sicjt auf die Daten aktualisiert.
Das beinhaltet zum Beispiel nicht die Eingriffe in das System. Ein System, das (4x sicherer als ein Mensch) z.B. 500.000 km fehlerfrei fahren würde, könnte man ja easy L4 zertifizieren. Das hat man sich nicht getraut, oder? Warum?
Weil „4,1x sicherer“ eben FakeNews ist, solange man die menschlichen Eingriffe nicht berücksichtigt.
Alles, was hier passiert: Tesla versucht es mal wieder mit medialem Druck statt mit Technik oder wenigstens mit Offenheit.
Dem sollte man nicht nachgeben.