• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Suche
  • Über
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
    • Datenschutz

Elektroauto „Ventra“ fängt Feinstaub von Reifen und Bremsen ein

02.10.2026 in Technik von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-5
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-9
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-4
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-6
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-2
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-7
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-3
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-1
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-8
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-5
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-9
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-4
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-6
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-2
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-7
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-3
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-1
  • TU-Eindhoven-Ventra-2026-8

Bilder: TU/ecomotive

Das Studierendenteam TU/ecomotive der Technischen Universität Eindhoven hat mit Ventra ein Elektroauto entwickelt, das während der Fahrt Feinstaubpartikel auffängt. Solche Emissionen entstehen bei Autos unter anderem durch Reifen- und Bremsabrieb sowie durch Abrieb der Straßenoberfläche. Ventra soll die eigenen Partikelemissionen reduzieren, einen schonenderen Fahrstil fördern und zugleich Partikel aktiv erfassen.

Elektrofahrzeuge verursachen keine lokalen Abgasemissionen, dennoch entstehen weiterhin Partikelemissionen. „Null Abgase bedeuten nicht null Emissionen“, erklärt Teammanager Tim Spencer. Studien zufolge kann allein Reifenabrieb eine 1000-mal größere Partikelmasse freisetzen, als ein Auspuff ausstoßen darf. Bei Elektroautos können höheres Durchschnittsgewicht und stärkeres Drehmoment an den Reifen den Reifenverschleiß erhöhen.

Das Partikelerfassungssystem von Ventra zieht verschmutzte Luft im Bereich der Reifen ein. Anstelle eines physischen Filters arbeitet es elektrostatisch: Die Partikel erhalten eine elektrische Ladung und haften anschließend an einer geerdeten Sammelfläche. Die Flächen lassen sich mit einem Staubsauger oder mit Wasser reinigen. Gesammelte Partikel können recycelt werden, das TU-Team verwendete sie etwa im Innenraum.

Zusätzlich setzt Ventra auf Gewichtsreduzierung. Das Chassis besteht zu großen Teilen aus kohlenstofffaserverstärkten thermoplastischen Verbund-Sandwichplatten und ist durch diese Technik den Angaben zufolge insgesamt fast 100 Kilogramm leichter als eine vergleichbare Konstruktion mit traditionellen Produktionsmethoden. Das Fahrzeug wiegt 790 Kilogramm, das Chassis rund 135 Kilogramm und dessen Monocoque 45,5 Kilogramm.

Das Clean-Drive-System überwacht die Fahrweise in Echtzeit und gibt Rückmeldungen für sanfteres Beschleunigen, weniger starkes Bremsen und weniger unnötige Lenkbewegungen. Simulationen zeigen, dass bei 50 bis 80 km/h mehr als 24 Prozent der Reifenpartikel in das T.R.A.C.E.-Sammelsystem geleitet werden. Bei niedrigen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr steigt der Anteil durch zugeschaltete Ventilatoren auf 42 Prozent. Ventra erreicht eine maximale Dauergeschwindigkeit von 89 km/h und hat nach dem WLTP-Testzyklus eine geschätzte Reichweite von rund 290 Kilometern.

Feinstaub, insbesondere PM2,5, kann tief in Lunge und Blutkreislauf eindringen und zu Herzerkrankungen, Schlaganfällen und einer beeinträchtigten Lungenentwicklung beitragen. Im November treten die neuen europäischen Euro-7-Emissionsvorschriften in Kraft, mit denen erstmals Anforderungen an Emissionen aufgrund von Brems- und Reifenverschleiß eingeführt werden.

„Mit Ventra wollen wir zeigen, welche Lösungen möglich sind, und die Automobilindustrie dazu anregen, beim Thema Emissionen über den Auspuff hinauszuschauen“, sagt Spencer.

Newsletter

Via: TU/ecomotive
Tags: Emissionen, Forschung, NachhaltigkeitAntrieb: Elektroauto

Die beliebtesten Elektroauto-News der Woche

LEVC bringt neue „Black Cab“-Generation 2027 auf den Markt

Auch interessant

Bosch: Hohe Batteriekosten könnten Lebensdauer von E-Autos verkürzen

Bosch-Elektroauto

Deutschland und Frankreich wollen offenbar „Verbrenner-Aus“ weiter lockern

BMW-M350-xDrive

DUH kritisiert: Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel

Mercedes-Benz-eCitaro-mit-NMCC4-Batterie

Abstimmung über „Verbrenner-Aus“ im EU-Parlament wird verschoben

Mercedes-G-Klasse

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Karl von Rosen meint

    04.10.2026 um 19:23

    Wurde Euro 7 nicht schon 2024 beschlossen und jetzt im Herbst eingeführt? Team Eindhoven von der Realität überholt. Schade um die Ressourcenverschwendung, aber eine nette Fleissaufgabe.

    Antworten
  2. Jörg2 meint

    03.10.2026 um 22:04

    Feinstaubreduzierung?

    Schritt 1: Verbrenner weg, BEV her
    Schritt 2: Geschwindigkeitsreduzierung (Autobahn auf 130, Citylagen auf 30)
    Schritt 3: Leistungsfähigen ÖPNV zweck Sammeltransporte, Leistungsfähige Bahn zweck Gütertransport (und Personentransport)

    Kleine Verschwörungstheorie: Das Bremsen-/Reifenfeinstaubthema gibt es verstärkt, seit dem es BEV gibt. Es dient als Malusstempel. Die Diesel waren immer sauber (s. weißes Taschentuch der rüstigen US-Damen am VW-Dieselauspuff).

    Antworten
    • M. meint

      05.10.2026 um 14:31

      Das ist wirklich eine Verschwörungstheorie.

      Antworten
  3. Future meint

    02.10.2026 um 12:39

    Was für eine geniale Idee da wieder aus Eindhoven kommt. Man hat den Eindruck, an dieser Hochschule wird die Zukunft der besseren Mobilität mitgedacht. Mindestens haben sie da eine perfekte PR-Abteilung.

    Bisher haben sich die Althersteller zum Thema PM2,5 vermutlich keine oder wenig Gedanken gemacht, weil es keine strengen Vorschriften gibt. Hoffentlich wird Brüssel das bald machen, denn ohne Vorschriften passiert eben nichts bei der alten schmutzigen Industrie. Jetzt müssen erst die Studenten zeigen, dass da was geht und dass da ein Bedürfnis ist für weniger Dreck auf den Straßen.

    Antworten
    • eBikerin meint

      02.10.2026 um 14:08

      Welche „Neuhersteller“ haben sich den Gedanken gemacht?

      Antworten
      • M. meint

        03.10.2026 um 19:41

        Es gibt keine Neuhersteller. Inzwischen sind die alle alt.

        Antworten
    • cbzac meint

      02.10.2026 um 14:32

      Die Idee gab’s schon mal beim elektrischen Streetscooter von DHL.
      Damals allerdings mit Ventilatoren statt statischer Aufladung.
      https://www.electrive.net/2017/12/19/streetscooter-testet-feinstaubfilter-am-e-transporter/

      Antworten
    • Andreas meint

      03.10.2026 um 11:50

      Natürlich hat sich jeder Hersteller bereits Gedanken gemacht, denn mit Euro7 spielt der Reifenabrieb und Bremsabrieb (und damit auch PM2,5) eine Rolle. Es gibt Grenzwerte für Reifenabrieb und Bremsenabriebm, welche die Hersteller einhalten müssen.

      Gelöst wird das nicht durch Absaugungen, sondern durch z. B. spezielle Beschichtungen der Bremsscheibe und verschleißärmere Bremsbeläge, sprich die Partikel gar nicht erst entstehen lassen, dann müssen sie nicht abgesaugt und gefiltert werden.

      Antworten
      • Future meint

        03.10.2026 um 14:11

        Sehr gut. Vielleicht eine Kombination aus verschiedenen Methoden am besten, um die Anzahl der gefährlichen Partikel aus Bremsen und Reifen zu reduzieren. Beim Elektroauto gibt es schon mal den Vorteil, dass durch Rekuperation wenig bis gar nicht gebremst werden muss bei entsprechender Fahrweise.

        Antworten
      • M. meint

        03.10.2026 um 19:40

        Da gibt es tatsächlich ein schon ziemliches altes System: ATE hatte mal die „Ceramic“ Bremsbeläge, die einen dünnen Film auf die Bremsscheibe aufgebracht hatten. Das hatte wirklich gut funktioniert, da waren auch bei einem Verbrenner locker weit mehr als 100.000 km mit einem Satz Bremsbeläge drin.
        Dann kamen irgendwelche gesetzlichen Änderungen, die Beläge mussten geändert were3n – und die neue Rezeptur war viel schlechter.
        Aber sowas könnte tatsächlich wieder gemacht werden.

        Antworten

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de