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T&E-Studie: Elektro-Lkw als Antwort auf die Ölkrise

01.04.2026 in Studien & Umfragen, Transport von Thomas Langenbucher | 21 Kommentare

E-Lkw

Bild: MAN (Symbolbild)

Eine Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) soll zeigen, dass die aktuelle Volatilität der Ölpreise die monatlichen Kraftstoffkosten für Diesel in Deutschland um durchschnittlich 1210 Euro pro Lkw erhöhen wird. Damit steigen die Tankkosten für Diesel-Lkw 2,5-mal mehr als die Ladekosten von E-Lkw.

Laut T&E sind Diesel-Spediteure besonders anfällig für Schwankungen auf den Ölmärkten, da Kraftstoffkosten in der Regel etwa ein Drittel der Betriebskosten im Straßengüterverkehr ausmachen und viele Unternehmen mit Margen von nur zwei Prozent arbeiten würden.

E-Lkw seien von den Schocks am Ölmarkt unabhängiger und böten besseren Schutz vor volatilen Kraftstoffpreisen, so die Analysten. In Deutschland werden sich demnach die monatlichen Energiekosten für E-Lkw voraussichtlich nur um 460 Euro erhöhen. Im Vergleich zu Diesel-Lkw ergibt das eine Ersparnis von insgesamt 1760 Euro. Es könnte noch mehr gespart werden, wenn Spediteure den Energiebedarf aus dem Stromnetz senken, indem sie in eigene Solaranlagen und Batteriespeicher investieren.

TE
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

„Die Iran-Krise zeigt wieder deutlich, wie anfällig Diesel-Lkw für Schocks am Ölmarkt sind. E-Lkw sind krisenfester und günstiger im Betrieb“, sagt Johanna Braun von T&E Deutschland. „Trotzdem versuchen europäische Hersteller ihren Hochlauf zu verzögern, indem sie die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge aufweichen wollen. Das würde nur die Massenproduktion und damit niedrigere Einkaufspreise für E-Lkw ausbremsen. Am Ende ist die Wirtschaft mit steigenden Logistikkosten konfrontiert. Europa muss schneller aus der fossilen Falle!“

Lkw tragen überproportional zum europäischen Ölbedarf bei

Lkw tragen überproportional zum europäischen Ölbedarf bei. Fast 20 Prozent aller Ölimporte des Straßenverkehrs in der EU entfallen auf Lkw, obwohl sie nur zwei Prozent der Fahrzeuge ausmachen. Dadurch wirken sich globale Ölpreisschocks über den Güterverkehr schnell auf die europäische Wirtschaft aus.

Die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge könnten laut der Analyse Europas Abhängigkeit von Ölimporten bis 2035 um 22 Prozent verringern. Dies würde Einsparungen in Höhe von 28 Milliarden Euro bringen. „Die jüngst abgeschwächten CO2-Flottengrenzwerte bergen die Gefahr, dass sich die Elektrifizierung verzögert und Europa länger von importierten fossilen Brennstoffen abhängt“, erklärt T&E.

Die Analyse von T&E geht davon aus, dass die durchschnittlichen Dieselpreise an den Tankstellen auf einem hohen Niveau von etwa zwei Euro pro Liter bleiben, wie es zuletzt während der Energiekrise 2022 der Fall war, als die Ölpreise bei etwa 100 Dollar pro Barrel lagen. Im Durchschnitt bedeutet das einen Anstieg der Dieselpreise in Deutschland um 33 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert von 2025.

Die Analyse geht weiter davon aus, dass der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Verbraucher in Deutschland mittelfristig um 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 steigen wird. Diese Annahme basiert auf den Erfahrungen aus der Krise von 2022, als die Großhandelsstrompreise sprunghaft anstiegen, die Endverbraucherpreise jedoch über einen längeren Zeitraum von 2 bis 3 Jahren hinweg schrittweise zunahmen.

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Via: T&E
Tags: Kosten, Lkw, T&EAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Super-E meint

    02.04.2026 um 16:12

    2022 gab es einen Energiemangel, da große Mengen an Erzeugungskapazitäten (die Hälfte der französischen Atomkraftwerke) ausgefallen war. Deshalb mussten ausgerechnet als der Gaspreis explodiert ist Regelkraftwerke in Grundlast produzieren. Das hat insgesamt die Preise gehoben.
    2026 ist nicht nur Frankreich kein massiver Importeur mehr, sondern es wurden zudem europaweit Erzeugungsanlagen mit erneuerbaren Energieen errichtet, die einer Jahresproduktion von 30 AKWs entsprechen. Da jetzt das Sommerhalbjahr bevorsteht, sehe ich erst recht keine explodierenden Preise. Vielmehr wird es viele Tage mit negativen Strompreisen geben.

    Antworten
  2. MK meint

    01.04.2026 um 13:04

    Unabhängig von den Zukunftsannahmen, die T&E hier trifft, zeigt sich doch eines:
    Selbst zuletzt war ein Elektro-LKW schon bei der Energie ohne eigene Solaranlagen auf dem Speditionsgelände rund 1.000 € im Monat billiger als ein Diesel. Bei 8 Jahren Nutzungsdauer wären alleine das rund 100.000 € in den TCO-Kosten…und unabhängig vom Iran-Krieg wird diese Schere wahrscheinlich eher wachsen, der Betrag 2034, wenn die 8 Jahre um sind, also eher höher liegen. Dazu kommen der Wegfall der Maut, geringere Steuerlast, keine Ölwechsel mehr usw.:
    Selbst unabhängig vom Iran-Krieg und CO2-Zielen der EU müsste man als Spediteur doch schon längst alle Hebel in Bewegung setzen, um schnellstmöglich auf Elektro-LKW umsteigen zu können…rein aus wirtschaftlicher Vernunft.

    Antworten
  3. David meint

    01.04.2026 um 10:04

    Wir sitzen seit 70 Jahren in einer fossilen Falle und zuerst richtig aufgefallen war es vor 53 Jahren, als plötzlich der Sprit alle war, autofreier Sonntag ohne Ausnahmen mit Radfahrern auf unseren Autobahnen.

    Die aktuelle Krise lässt niemanden umdenken. Denn in allen Lieferverträgen sind Preisgleitklauseln, die den höheren Spritpreis automatisch berücksichtigen. Das wissen natürlich Leute, die an der Schippe stehen, gar nicht. Trotzdem ist es so, und zudem ist die Krise ja erfahrungsgemäß nach einigen Monaten gegessen. Und dann geht es weiter wie früher.

    So denken zumindest die, die noch nicht umgestiegen sind und das ist die überwiegende Mehrheit. Sie haben auch recht. Sie müssen nur ESG befürchten. Diese Regeln zwingen die großen dazu, ihre gesamte Lieferkette einzubeziehen. Das geht also top down und damit wird es einen deutlichen Anstieg an Jobs geben, bei denen ein lokal emissionsfreier LKW eingesetzt werden muss.

    Das ist das wirklich gefährliche, dass die guten Aufträge einen Elektro LKW erfordern und subsequent es einen Preiskampf der vielen nicht Umgestiegenen, um immer weniger nicht-elektrische Aufträge geben wird. Es wird also irgendwann in nicht zu ferner Zukunft zwei Preise geben.

    Das Gute ist, dass man damit möglicherweise die Dumping-Fraktion polnischer oder rumänischer Unternehmer mit ukrainischen Fahrern abstreift. Denn die nutzen ja immer sehr gebrauchtes Material und das wird es in langstreckentauglicher Form elektrisch noch etwas länger nicht geben.

    Antworten
    • Gunnar meint

      01.04.2026 um 17:27

      „Die aktuelle Krise lässt niemanden umdenken.“
      Unnötige und auch offensichtlich völlig falsche Pauschalisierung. Du bist also der Meinung, dass durch die Krise wirklich niemand umdenkt? Du hast also representative Umfragen durchgeführt und 100% haben gesagt, dass sie nicht umdenken? So so.

      Antworten
  4. banquo meint

    01.04.2026 um 09:29

    Zudem haben Fuhrunternehmen mit elektrifizierten Fuhrpark aufgrund der geringeren Kraftstoffausgaben (Ladestromausgaben) einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen die an Diesel festhalten.

    Antworten
  5. eBikerin meint

    01.04.2026 um 09:19

    Eine etwas merkwürdige Analyse:
    „Die Analyse geht weiter davon aus, dass der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Verbraucher in Deutschland mittelfristig um 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 steigen wird. Diese Annahme basiert auf den Erfahrungen aus der Krise von 2022, als die Großhandelsstrompreise sprunghaft anstiegen,“
    Vielleicht sollte man mal diese Krisen vergleichen, ehe man zu so einem Schluss kommt.
    Der Strompreis ist 2022 aufgrund des Ukrainekriegs gestiegen – weil eben ein sehr großer Teil des Erdgas aus Russland gekommen ist. Aus dem Iran bzw. aus den umliegenden Ländern kommt aber nahezu nur Öl. Große Öl Kraftwerke wüsste ich jetzt so auf die Schnelle keine.
    Wenn nun also der Strompreis steigt – dann wäre das reine Preistreiberei die sich nicht anders erklären liese.

    Antworten
    • Mogli27 meint

      01.04.2026 um 10:59

      Die weltweit größte Produktionsstätte für LNG (Flüssigerdgas) liegt in Katar und wurde vom Iran schwer beschädigt. Das hat große negative Auswirkungen auf die Versorgung und den Preis von Erdgas weltweit! Unabhängig, ob wir in Europa unser LNG direkt von dort beziehen oder nicht.
      Leider wird darüber sehr wenig berichtet, aber wir werden in eine große Versorgungskrise kommen in den nächsten Monaten und im kommenden Winter.

      Antworten
    • Stefan meint

      01.04.2026 um 11:06

      Es kommt/kam auch eine Menge Gas und Produkte aus Erdgas aus dem Nahen Osten auf den Weltmarkt. Der Preis des Erdgases wird auf jeden Fall beeinflusst.

      Antworten
    • MK meint

      01.04.2026 um 12:58

      @eBikerin:
      „Preistreiberei“ sind solche Preissprünge immer. Denken Sie, dass es Norwegen plötzlich 60% mehr kostet, Öl zu fördern als noch vor 5 Wochen, nur weil im Iran Krieg ist? Wohl kaum…das ist das alte Prinzip von Angebot und Nachfrage: Es gibt weniger auf dem Weltmarkt also überbieten sich die Abnehmer gegenseitig in immer höhere Regionen um überhaupt etwas zu bekommen. Und so lange z.B. Dienstwagenfahrer in Deutschland keinen Nachteil von den hohen Spritpreisen haben, weil die den Diesel für den Osterurlaub nicht mal als gedwerten Vorteil versteuern müssen, sondern geschenkt bekommen,w erden die auch weiter mit 200 km/h über die Autobahn fahren statt zu schauen, wie die ihren Beitrag leisten können, um die Nachfrage zu senken.
      Und wie Mogli schon schreibt: Für Erdgas gilt genau das gleiche (der Gaspreis am Weltmarkt ist sogar an den Weltmarktpreis von Öl gekoppelt…steigt also der Ölpreis, steigt auch der Gaspreis im gleichen Maß)…und das ist nunmal das Mittel der Wahl, das unsere Wirtschaftsministerin als Zukunftstechnologie für die Stromerzeugung in Deutschland ausgerufen hat und weitere Milliarden Steuergeld in den Ausbau stecken will. Und damit bedeuetet ein Ausfall von Öllieferungen von Saudi-Arabien an China auch direkt einen höheren Strompreis in Deutschland, obwohl Sie vollkommen Recht haben und das logisch betrachtet rein gar nichts miteinander zu tun hat.

      Antworten
  6. hu.ms meint

    01.04.2026 um 09:12

    Nur sinnvoll, wenn zukünftig der gasbedarf für dunkel-flauten-tage aus der nordsee gedeckt werden kann.

    Antworten
    • elektromat meint

      01.04.2026 um 10:59

      schon mal geguckt wie viele Dunkelflauten es jedes Jahr gibt? Nein?
      Ich schreibs mal 4 in 2025 mit der längsten von 89 Stunden. Dafür gabs fast 600 Stunden mit negativen Strompreisen. (Quelle 1,5°)
      Wird Zeit das wir SmartMeter bekommen wie es in Norwegen Standard ist und dynamische Stromtarife. Dann würde sich der Strombedarf wunderbar verschieben. Stehen nur noch die großen Konzerne im Weg, ob das was wird mit Frau E.On Reiche?

      Antworten
      • eBikerin meint

        01.04.2026 um 11:48

        „Ich schreibst mal 4 in 2025 mit der längsten von 89 Stunden. “
        Und mit Smartmetern verschiebst du den Strombedarf um fast 4 Tage?
        Sorry, das ist absoluter Unsinn. Mit Smartmetern und entsprechenden Tarifen verschiebst du im Tagesverlauf. Oder willst du mir sagen, dass du im Winter dann einfach mal 4 Tage deine WP aus lässt und dein eAuto nicht lädst?

        Antworten
        • E.Korsar meint

          01.04.2026 um 13:00

          „Oder willst du mir sagen, dass du im Winter dann einfach mal 4 Tage deine WP aus lässt und dein eAuto nicht lädst?“

          Hey eBikerin,

          auf falsche Dichotomien brauchst du doch nicht zurückgreifen. Ich weiß, dass du besser argumentieren kannst.
          Auch bei einer WP lohnt es sich, die Raumtemperatur etwas zu senken. In der Flaute reicht auch mal die Fahrt in einen 5km weit entfernten Store als Ersatz für den 100km weit entfernten MegaStore.

        • eBikerin meint

          01.04.2026 um 13:12

          Lieber Korsar, die Raumtemperatur zu senken hat aber nichts mit Smartmeter zu tun, richtig? Und wer bitte fährt schon in den 100 km entfernten Megastore?
          Richtig so gut wie niemand.
          Sorry, aber wenn jemand behauptet man könne nur mit dem Einsatz von Smartmetern und flexiblen Stromtarifen Dunkelflauten überbrücken, der spricht nun mal Unsinn.

        • SEDE meint

          01.04.2026 um 13:18

          eBikerin, machst du das mit absicht? Das ist die längste Zeit in 2025. Ich lade ein mal in der Woche, meistens am Wochenende. Je nach Preis tageszeitabhängig. Verstehst du nicht, was elektromat meint?

        • E.Korsar meint

          01.04.2026 um 16:16

          „die Raumtemperatur zu senken hat aber nichts mit Smartmeter zu tun, richtig?“

          Liebe eBikerin,
          jain. Ich dachte da an ein Energiemanagementsystem (EMS) zwischen Smartmeter und WP, wo voreingestellt ist, dass bei hohen Preisen die Raumtemperatur gesenkt wird.

          „Und wer bitte fährt schon in den 100 km entfernten Megastore?“
          Das war ein Beispiel für unwichtige Fahrten, die man in der Dunkelflaute nicht machen muss. Okay, eine von meinen unwichtigen Fahrten…

    • MK meint

      01.04.2026 um 12:50

      @hu.ms:
      Wir haben massenhaft „grünes“ Gas zur Verfügung um diese extrem seltenen „Dunkelflauten“ zu überbrücken (Dunkelflaute heißt ja auch nicht, dass Sonne und Wind gar keinen Strom erzeugen, sondern nur,d ass es sehr wenig ist…und in den seltensten Fällen ist das Wetter deutschlandweit einheitlich…und schon gar nicht in ganz Europa, mit dem wir uns ein Stromnetz teilen.
      Aber zurück zum Gas: Wir haben in Deutschland sehr viele Biogasanlagen, die auf Grund gesetzlicher Vorgaben 24/7 kontinuierlich Strom produzieren statt sie als das zu nutzen, was sie sind, nämlich Gaskraftwerke, die binnen Sekunden an- und abgeschaltet werden können. Wie wäre es also, wenn man bei viel Wind in Zukunft nicht mehr die Windkraftanlagen abschaltet, sondern die Biogasanlagen und das Gas speichert um dann zu anderen Zeiten mehr Strom aus Biogas zu erhalten? Gleiches gilt natürlich für sonnige, windstille Sommertage: Biogasanlagen tagsüber aus und nachts dafür doppelt so viel Strom produzieren lassen. Die meisten haben schon entweder eigene Gasspeicher für einige Tage oder sogar einen Anschluss ans allgemeine Gasnetz. Die meisten brauchen also nichts weiter als einen weiteren Generator (was in der Regel nichts anderes ist als ein für den Gasbetrieb angepasster LKW-Motor), für den viele Betreiber den Platz und die Anschlussleitungen längst haben, weil es schon vor Jahren hieß, dass die Gesetze dahin gehend geändert werden sollten. Das ist aber bis heute nicht passiert: Schauen Sie sich bei SMARD die Kurven an, stellen Sie fest, dass Biogas ziemlich konstant durchläuft.

      Antworten
      • E.Korsar meint

        01.04.2026 um 13:16

        Ganz so einfach ist das nicht.
        Biogas ist chemisch nicht identisch mit Biomethan (aka Bio-Erdgas).
        Für 80 Stunden Einspeisung mit 1,5MW-Motor und 500kW Einspeise-Leistung bräuchte man 60000 Kubikmeter Gasspeicher.
        Viele Anlagen heizen kontinuierlich Gebäude.

        Antworten
        • MK meint

          01.04.2026 um 14:38

          @E.Korsar:
          Stimmt, man kann nicht einfach von jeder beliebigen Biogasanlage Gas ins Erdgasnetz einspeisen…das habe ich auch nie behauptet. In Marburg haben wir aber schon seit Jahren einen Teil des Gases im städtischen Erdgasnetz aus regionalen Biogasanlagen.
          Was die Wärmeversorgung angeht, haben Sie natürlich auch Recht. Aber Heißwasserspeicher haben solche Anlagen auch immer um Peaks abzudecken. Im Sommer kann man so eine Anlage dann schon mal problemlos auch eine Woche am Stück abschalten ohne dass einer der Wärmekunden auf heißes Wasser verzichten müsste…und heißes Wasser kann man ja sehr gut speichern. Bei uns im Kreis gibt es ein Dorf, dass im Sommer mit Solarthermie Wasser aufheizt und im Winter damit 160 Wohnhäuser beheizt, bei den Behringwerken in Marburg wird mit der per Klimaanlage abgeführten Wärme im Winter ein 40.000 qm Büro- und Laborgebäude geheizt. Das ist also sehr kostengünstig möglich.
          Und ich weiß ja nicht, wie Sie auf 60.000 m³ kommen…Gas lässt sich ja doch bis zu einem gewissen Grad sehr gut komprimieren. Deutschland schafft es ja auch schon seit Jahrzehnten den Erdgasbedarf für komplette drei kalte Wintermonate zu speichern…warum sollte das plötzlich nicht mehr möglich sein, nur weil das Gas aus Biogasanlagen stammt?

      • eBikerin meint

        01.04.2026 um 13:21

        „Wir haben in Deutschland sehr viele Biogasanlagen, die auf Grund gesetzlicher Vorgaben 24/7 kontinuierlich Strom produzieren statt sie als das zu nutzen, was sie sind, nämlich Gaskraftwerke, die binnen Sekunden an- und abgeschaltet werden können.“
        Du übersiehst hier etwas: die meisten dieser Anlagen produzieren nicht nur Strom sondern auch Wärme. Darum laufen die im Winter auch nahezu durch. Im Sommer dagegen siehst du, dass die größeren Anlagen genau das machen (Einfach mal bei Energie charts auf KW 25 letztes Jahr oder so gehen). Die kleinen Anlagen laufen aber einfach durch, weil es sich wirtschaftlich nicht lohnt. Dafür sind die Anlagen zu klein. Da lohnt sich die normale Einspeisevergütung mehr, als selbst an der Börse zu verkaufen.

        Antworten
        • MK meint

          01.04.2026 um 14:46

          @eBikerin:
          Auch die „kleinen Anlagen“ haben ja meist 500 kW…und ja, eine Einzelvermarktung lohnt sich da trotzdem oft nicht. Es gibt ja aber Konzerne, die das koordinieren für die Anlagenbetreiber wie BayWa:re oder bei uns lokal die EAM.
          Und ja, an vielen Anlagen hängt eine Wärmeversorgung dran…heißes Wasser kann man aber sehr gut speichern. Selbst im weniger sonnigen Dänemark werden große Gemeinden (z.B. Dronninglund) mittels Heißwasser-Speicher (im genannten Beispiel 62.000 m³) im Winter mit Wärme aus Sonnenenergie aus dem Sommer versorgt. Zumindest bei uns in der Region wollen auch immer mehr an Biogasanlagen angeschlossene Nahwärmegenossenschften solche Speicher bauen, weil auch heute schon im Sommer ein Großteil der Abwärme ungenutzt in die Luft geht und für den Winter nahezu in allen Fällen fossile Ölheizungen vorgehalten werden. Unabhängig vom Stromverkauf kommt diese Entwicklung also so oder so…
          Dazu kommt noch was anderes: Wann wird am wenigsten Strom gebraucht: Nachts zwischen 2 und 4 Uhr. Und da wird aber auch am wenigsten Heizenergie gebraucht. Auch das ergänzt sich also durchaus und zu Zeiten, wo weniger Strom benötigt wird, kommt man in der Regel auch mit weniger Wärme aus.

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