Künftige elektrische Porsche-Sportwagen könnten mit simulierten Getrieben ausgestattet werden. Das sagte Andreas Preuninger, Chef der GT-Sparte des Unternehmens, gegenüber Autocar. Solche Systeme könnten demnach den „Spaß“ beim Fahren eines Elektroautos steigern.
Preuninger bezog sich auf seine Fahrt im Hyundai Ioniq 5 N. Der 448 kW (609 PS) starke Elektro-Kompakte verfügt über ein simuliertes Verbrenner- und Getriebegefühl. Das Maß an Realismus der simulierten Schaltung bezeichnete der Porsche-Manager als „sehr beeindruckend“. Es sei sein „größter Eindruck“ beim Fahren des E-Autos der Konkurrenz gewesen.
Das Hyundai-System nutzt einen künstlichen Drehzahlbereich, um die Leistungsabgabe ähnlich wie bei einem traditionellen Verbrennerfahrzeug zu gestalten. Hinter dem Lenkrad sitzen Schaltwippen, mit denen Gänge gewechselt werden können. Zudem werden Geräusche in den Innenraum eingespielt, die einen hochdrehenden Motor simulieren.
Nach Preuningers Meinung sind die besondere Motorsimulation des Hyundai und das damit verbundene Fahrgefühl zusammen mit natürlich wirkenden Bedienelementen entscheidend für den Erfolg eines Performance-Elektroautos. Er deutete an, dass ein solches System in Verbindung mit Porsche-Lenkung und Porsche-Bremspedalgefühl ein stark einbindendes Elektroauto schaffen könnte.
Bei Porsche werde laufend darüber diskutiert, wie sich die Einbindung des Fahrers verbessern lasse, so Preuninger. „Diskussionen sind oft intensiv, weil jeder eine Meinung hat, aber genau das provoziert Innovation.“

Tesla-Fan meint
Ich würde an Porsches Stelle noch ein Turbo-Loch in den Elektroantrieb rein-applizieren.
Natürlich nicht abschaltbar.
Steven B. meint
Da wir ins Sachen Elektromobilität wohl erst am Anfang sind, viele Denken hier wir sind mittendrin, kann ich mir in Zukunft durchaus vorstellen, dass es auch eine Art Getriebe in dieser Antriebsform geben kann. Ausschliessen würde ich grundsätzlich nichts, was Effizienz und Verbrauch auf neue Stufen bringen kann. Womöglich sind die Überlegungen von Hyundai schon der richtige Ansatz, Leistungsbereitschaft eines Fahrzeugs besser zu transportieren.
Kasch meint
Das Wichtigste für echte Porschefahrer: die Krach- u. Gestankkulisse nicht vergessen, technisch alles machbar !
Claus meint
Welcher Krach und Gestank? Wenn ein Porsche an mir vorbeifährt, dann rieche ich nichts. Kommt hingegen ein alter Traktor vorbeigefahren, dann riecht man den noch obwohl man ihn nicht mehr sieht.
Du solltest mal in der aktuellen Zeit ankommen oder fahren bei dir alle Catless durch die Gegend?
Jörg2 meint
Das gab es wohl schon, als von der Kutsche aufs Auto umgestiegen wurde:
Künstliches Pferdegewieher durch den mitfahrenden Buttler und ein regelmäßiges Abwerfen mitgenommener Pferdeäpfel. Anders war der Verkauf solch neumod´schen Teufelzeug nicht zu bewerkstelligen.
Oder ist das totaler Quatsch?
M. meint
Wie immer* ist dein Post Quatsch.
Zum Thema „was beim BEV nötig ist“ und „was manche Kunden trotzdem wollen, auch wenn das überflüssig ist“ ist auch genug geschrieben worden.
*ok: das ist zu hart. Meistens.
Jörg2 meint
Ja, Danke für die Bestätigung, dass solche Produktbestandteile, die künstlich unnötige Eigenschaften erzeugen, völliger Quatsch sind. Das geht bei kindischen Furzkissen los und endet nicht bei simulierten Schaltruckeln bei BEV.
cbzac meint
Also man steckt Jahrzehnte Innovation rein um vom Handschalter zu Doppelkupplungsgetrieben für möglichst zugkraftfreie Beschleunigung mit möglichst wenig Leistungsunterbrechungen zu kommen – um wenn man endlich die optimale Situation erreicht hat eben diese Unterbrechungen und Handschalter wieder künstlich einzubauen.
„Diskussionen sind oft intensiv, weil jeder eine Meinung hat, aber genau das provoziert Innovation.“
Nein, wenn nostalgische Entscheider das letzte Wort haben, kommt nicht unbedingt Innovation dabei raus. Manchmal ist es auch nur Retro-Kitsch.
RK meint
Juhu, hoffentlich gibt es auch bald Musikstreaming mit leichtem knacken und Rauschen (Schallplattgenfeeling) oder leichtem Schlingern (Kassetten).
Ebenso fände ich es gut, wenn der 4K-Fernseher bei den Konturen ein leichtes Schattenbild und gelegentliche Bildverzerrungen zeigt, wie beim früheren Röhrenbild.
Und bevor man einfach so ins Internet geht erzeugt der Computer/das Streaminggerät den Einwahlsound eines 56k-Modems aus den 90ern, erst danach geht es los.
Das wäre toll !
Wer Ironie findet darf Sie behalten.
Wenn ich so einen Quatsch lese, wie z.B. dass Schaltvorgänge ernstgemeint simuliert werden sollen, denke ich nur noch, dass unsere Gesellschaft einfach immer mehr verblödet.
Mäx meint
Solange man es abschalten kann weil man es nicht will ist es doch okay oder?
Wer es nutzen will nutzt es, wer nicht nicht.
Tut niemandem weh.
Es gibt ja eben immer noch Leute die gerne Schallplatte hören usw. obwohl es eigentlich im aktuellen Zeitalter unnötig erscheint. Tut aber auch niemandem weh.
Und bevor das hier jemand umdeutet…nein, das ist nicht gleichzusetzen mit fossilen Liebhaberverbrennern die trotzdem noch zugelassen werden sollen dürfen oder Verbrennersound bei BEVs der auch außen zu hören ist.
Calimator meint
100 % Zustimmung, ich finde schon den künstlichen E-Sound bei Porsche und Co. lächerlich.
brainDotExe meint
Warum sollte die Gesellschaft verblöden wenn man (optionale) Features nutzt, die einem Spaß machen?
Alle die von dir genannten Dinge gibt es als optionale Lösungen. Google zum Beispiel mal nach „Komfortrauschen“
Justin Case meint
x-D
Ich würde hier 2 Zielgruppen unterscheiden:
1) Nostalgiker-Fraktion: Findet emotionale Anknüpfung über die Simulation von Vertrautem (Schaltsimulation relevanter)
2) Poser-Fraktion: Spürt das eigene Leben nur durch Überheblichkeit und Belästigung Anderer (lautes brumbrum außen ist wichtig)
Beides Blödsinn, wobei Ersteres: na gut, wer’s braucht und Zweiteres: wir haben zu wenige Psychotherapeuten für diese %“§&“§% in Deutschland.
Teamracer meint
Diese News ist doch nicht wirklich neu ?
https://www.automobile-propre.com/articles/meme-les-ingenieurs-de-porsche-sont-bluffes-par-les-performances-de-la-hyundai-ioniq-5-n/