Der BMW 1er soll bis 2028 in die nächste Generation gehen. Geplant sind hybride und auch reine elektrische Antriebe, berichtet Autocar. Der aktuelle Einstiegs-Kompaktwagen wird nur mit Verbrennungsmotoren angeboten. Die erstmals verfügbare E-Auto-Version soll wie beim neuen 3er und i3 auf einer eigenen Plattform stehen, aber Design und Branding mit den Verbrenner-Varianten teilen.
Der neue 1er soll seiner Schrägheckform treu bleiben. Zugleich soll er Designelemente der Formensprache der Elektroauto-Plattform Neue Klasse übernehmen, die zuerst beim iX3-SUV und der i3-Limousine in Serie zu sehen ist.
BMW betrachtet den 1er weiter als wichtigen Bestandteil des Geschäfts. Im vergangenen Jahr wurden weltweit fast 200.000 Einheiten verkauft. Produktchef Bernd Körber sagte, in wichtigen Märkten wie Italien und Frankreich bleibe die Baureihe ein großer Absatzträger. Körber verwies zudem auf die Bedeutung des Modells für jüngere Käufer. „Wenn man die Marke jung halten will, wenn man Kunden innerhalb des eigenen Portfolios entwickeln will, ist der 1er sehr wichtig.“
Die Optik der nächsten 1er-Generation soll deutlich überarbeitet werden. Oliver Heilmer, der das Design von BMWs Kompaktmodellen verantwortet, sagte gegenüber Autocar, die Neue-Klasse-Formensprache setze keine Grenzen. Wichtige Unterscheidungsmerkmale zwischen den Modellreihen sollen Niere, Silhouette und Oberflächenbehandlung sein.
Technologieoffenheit auch beim 1er
„Technologische Offenheit bedeutet, dass der Kunde den Antrieb wählen kann, aber in jedem Auto der nächsten zwei Jahre kommen die neuesten Technologien zum Einsatz. Das ist die eigentliche Wahl, die Sie haben“, erklärt Entwicklungschef Post die auch für den 1er geltende BMW-Philosophie. „Sowohl in der neuen Welt als auch in der alten Welt verfolgen wir die Philosophie, alle auf die nächste Technologieebene zu bringen, unabhängig vom Antrieb.“
Den 1er gibt es schon länger nur noch als Fünftürer. Entwicklungschef Joachim Post stellte für die elektrische Version eine mögliche Rückkehr einer Dreitürer-Option in Aussicht. Der Innenraum soll stark verändert werden. Genannt werden ein 17,9-Zoll-Zentralbildschirm und ein 43,3 Zoll langes „Panoramic iDrive“-System anstelle eines Instrumentenclusters.
BMW 1 Series and RWD is BACK! Except this time, it’s a 322bhp EV ⚡️ https://t.co/0ZOhz0Hjnw pic.twitter.com/5UjXDi4wG0
— Autocar (@autocar) May 18, 2026
Der elektrische i1 soll mit der Neuen Klasse als Architektur auf einer reinen Elektroauto-Plattform stehen. Die Version mit Verbrennungsmotor soll weiter die Architektur des heutigen 1er nutzen. Die Struktur der BMW-Elektroautos der Gen6 ist heckbetont, während die Verbrenner-Plattform nativ auf Frontantrieb ausgelegt ist.
Für den Verbrenner-1er werden ein 1,5-Liter-Benzin-Dreizylinder und ein 2,0-Liter-Benzin-Vierzylinder erwartet, ergänzt um einen Plug-in-Hybrid. Letzterer soll rund 100 Kilometer nur mit Strom fahren können. Für das Elektroauto wird ein Heckantrieb mit bis zu 240 kW (326 PS) Leistung erwartet. Eine spätere BMW-M-Version könnte mit Allradantrieb mehr Leistung bieten. Die Reichweite dürfte aufgrund kompakterer Batterien deutlich geringer als die bis zu 900 Kilometer pro Ladung des neuen i3 ausfallen.

Max meint
Wir hatten insgesamt 4 1er vom e87 bis zum f20LCI- diese fuhren sich immer großartig. Mit der Umstellung auf FWD haben wir dann erst auf einen i3s und jetzt auf einen iX1 30xdrive umgestellt. Wir hätten sehr gern als Zweitwagen einen 1er, ich hoffe der kommt so!
Simon meint
Der aktuelle 1er ist so grausam designed. Die Niere ist zu groß und die Form erinnert mich an einen Golf Plus.
South meint
Natürlich drücke ich jedem heimischen Hersteller bei der Vermarktung von BEV die Daumen, aber ich bin langsam auch getriggert von der Diskussion über falsche Technologieoffenheit, dem offenen Werben für Verbrenner, zumal auch noch für fossile Verbrenner.
Für die kommenden Jahre bin ich erstmals mit eAutos eingedeckt, aber was bei meinem nächsten eAuto Kauf ein Rolle spielen wird. Wer sich als Hersteller falsche Technologieoffenheit auf seine Fahne schreibt, der ist es auch nicht mehr Wert unterstützt zu werden, der wird sicher nicht mein nächstes eAutos bauen… auch wenn ich ins Ausland wechseln müsste…
brainDotExe meint
Jedem das seine.
Ich unterstütze Hersteller die Technologieoffenheit liefern. So kann jeder entscheiden was er will.
Während beim Daily ein BEV für mich die beste Wahl ist, will ich beim Sonntagswagen den Kompromiss nicht eingehen und weiter Verbrenner kaufen.
BMW ermöglicht das und das verdient Unterstützung!
M. meint
„BMW betrachtet den 1er weiter als wichtigen Bestandteil des Geschäfts. Im vergangenen Jahr wurden weltweit fast 200.000 Einheiten verkauft.“
Das sind ~8% vom Gesamtabsatz, und beim BEV-Absatz wäre die Hälfte davon nochmal deutlich mehr mehr – das kann man schon machen. Selbst wenn die Deckungsbeiträge der Fahrzeuge an sich nicht groß sind, helfen sie, die Stückkosten für das gesamte BEV-Portfolio zu senken, was Grund genug wäre.
„Die Struktur der BMW-Elektroautos der Gen6 ist heckbetont, während die Verbrenner-Plattform nativ auf Frontantrieb ausgelegt ist.“
…was alleine schon fast ein Kaufgrund ist. Ein 1er mit Frontantrieb ist ein besserer Golf, und wer WILL schon einen Golf… den fährt man halt, weil er funktioniert, und taugt für A -> B, ohne negativ aufzufallen, aber Begeisterung geht anders. Premium geht anders.
„Der Innenraum soll stark verändert werden. Genannt werden ein 17,9-Zoll-Zentralbildschirm und ein 43,3 Zoll langes „Panoramic iDrive“-System anstelle eines Instrumentenclusters.“
Nur konsequent. Etwas kleiner ginge es allerdings auch. 14 oder 15 Zoll wären in einem 1er wirklich genug. Aber vielleicht ist der 17,9er in den entsprechenden Stückzahlen die günstigere Option als ein Teil mehr. Das wäre ein Lerneffekt und eine Abkehr von peinlichen Kleinstbildschirmen, die es oft ohne „Navi Pro“ gab.
43,3 Zoll Panoramadisplay sind 110 cm Breite. Ich sag mal… mehr braucht es da wirklich nicht.
„Für das Elektroauto wird ein Heckantrieb mit bis zu 240 kW (326 PS) Leistung erwartet. Eine spätere BMW-M-Version könnte mit Allradantrieb mehr Leistung bieten.“
Aber viel später. Nicht, weil das schwierig ist, aber es ist halbwegs sinnlos. Die Stückzahlen geben das eigentlich nicht her, weil 240 kW / 326 PS wirklich mehr als genug sind. Das sind 5,x Sek auf 100 – nur als Größenordnung, nicht weil „0-100“ in der Praxis irgendwie relevant wäre.
Ok: „viel mehr als genug“ ist das Motto hinter den M-Versionen.
„Die Reichweite dürfte aufgrund kompakterer Batterien deutlich geringer als die bis zu 900 Kilometer pro Ladung des neuen i3 ausfallen.“
Logisch. Aber wer braucht 900 km Reichweite in einem 1er… die Menschen, die solche Strecken fahren, fahren keine 1er. Die fahren 3er oder 5er (oder Äquivalente dazu). 600+x km sind in der Kompaktklasse wohl genug, also ca. 80 kWh als Topvariante. Passenderweise gibt es eine solche Batterie in der neuen Klasse schon – 83 kWh hat die Basisversion des iX3.
„Sowohl in der neuen Welt als auch in der alten Welt verfolgen wir die Philosophie, alle auf die nächste Technologieebene zu bringen, unabhängig vom Antrieb.“
Kann man so sehen, muss man aber nicht. Wichtig wäre nur, dass der neue CEO sich öffentlich mit Aussagen eher zurückhält als der letzte… das war nicht immer hilfreich. Den Kunden die Wahl zu lassen, ist an sich richtig, weil es gegen die Kunden nicht funktioniert, und die waren eben Verbrenner gewöhnt, die muss man überzeugen, nicht überstimmen.
Aber Entwicklung kostet Geld, auch bei Verbrennern. Wer mit den Chinesen auch in Zukunft beim BEV mithalten will, darf sich hier nicht verzetteln. Premiumpreise kann man für Premiumtechnik und Premiumfeatures verlangen. Das ist aktuell schon gegeben, wie ich meine, aber die Welt dreht sich weiter. Was heute top ist, ist morgen 08/15. Auch die Neue Klasse muss sich weiterentwickeln.
Peter Penl meint
Einverstanden, einen solchen Kompakten
mit 80+ kWh Batterie und 600+ km WLTP
fände ich klasse.
Bernd Teller meint
Mit den Aussagen, was für Strecken Menschen mit einem i1 fahren oder nicht fahren, wäre ich sehr vorsichtig. Ich z. B. war Jahr(zehnt)e Wochenendpendler und allein die Pendelstrecken umfassten bei mir über 30.000 km im Jahr. Gefahren u. a. mit VW Golf, Audi A3 u. ä. Da ich beim Pendeln immer allein im Auto war, war der Kompakte groß genug. Daneben hatten wir einen Familienwagen wie Audi 100, Audi A6 etc.
M. meint
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Aber mit 80 kWh geht das bestimmt auch, es sind dann ggf. einige Ladevorgänge mehr nötig. Wenn das für dich passt, mach das so.
Aber es kommt auch drauf an, wie du gependelt bist. 30.000 km im Jahr macht bei dir in 46 Wochen ca. 650 km pro Woche (2x 325), das würde mit einem 1er mit 80 kWh schon hinkommen, wenn du am Zwischenziel laden kannst. Mit 60 kWh könnte das je nach Wetter und Ladehub schon enger werden.
Wer täglich pendelt, macht am Tag 133,33.. km (2x 67), das geht immer, wenn du an einem Ende laden kannst.
Die 30.000 km sind es also nicht automatisch das Problem, es kommt drauf an, wie man sie fährt.
Gemeint waren eher die Menschen, die deutlich mehr fahren, auch im eigenlichen Job, statt nur hin und zurück.
McGybrush meint
Mein Traum 1er hätte ein 100kWh Akku.
Und es geht NICHT um die Langstrecke. Das geht auch mit 70kWh. Es geht um den Alltag als Mieter. Der Ständig irgendwo laden muss. Wenn ich das nicht für 60Cent machen möchte bleibt mit nur Städtisches AC laden.
Dann stecke ich Ihn ja nicht erst bei 0% an sondern spätestens bei 20% und lade Ihn auch nur bis 80%.
Dann fahre ich 2-3 Tage und will dann ein Tagesausflug an die Nord/Ostsee machen. 130km hin und 130km zurück. Und da muss man sich mit lächerlichen 60kWh Autos eben ganz schön strecken und biegen.
Aktuell habe ich eines der Sparsamsten Autos mit 74kWh. Und weniger will ich auf keinen Fall. Und das wegen dem Alltag. NICHT wegen der Langstrecke. Da kann der Akku tatsächlich kleiner ausfallen.
60kWh Sind Autos die 50% aller Haushalte ausschliessen. Die Leute ohne eigene Ladesäule die TROTZDEM auch mal zum Strand fahren wollen, in den Harz oder Alpen Ski laufen. 100km zum Möbelhaus hin und danach wieder zurück.
Und ja es geht. Aber da hab selbst ich Hardcore Elektro Fan 0 Bock drauf. Da würde ich sogar Zähneknirschend wieder reinen Verbrenner fahren bevor ich mir ein Auto mit 60kWh und weniger zulege. Dennoch lieber ich Autos wie den BMW 1er / Golf / etc. Mit denen bin ich von Hamburg mehrmals in den Skiurlaub nach Österreich gefahren.
Woher kommt die Binsenweisheit das man mit kleinen Autos keine langen Strecken fährt? Das machen meine Eltern so. Golf und los von Berlin nach Wien. Nur leider mit dem Verbrenner. Weil es für so kleine Autos keine Reichweite gibt.
CJuser meint
60 kWh sind schon eine gut nutzbare Akkukapazität, wo man sich aber definitiv drauf einstellen muss und zu Hause oder in naher Entfernung laden können sollte! Wenn man hier auch Ladeleistungen von 200 kW erreichen würde, wäre der Umgang damit aber definitiv entspannter. Und die Fahrzeuge werden in Zukunft ja auch effizienter.
M. meint
Ja, es waren auch Menschen mit dem eUp am Nordcap. Und mit dem ersten i3.
Das geht schon alles, wenn man will. Natürlich kann man auch mit einem Zoe zw. Konstanz und Rostock pendeln, wenn man will. Aber warum sollte man das im Alltag wollen?
Aber wer das so macht, wohl nicht, weil das so witzig ist, sondern aus Kostengründen.
Eine Freundin hatte mal einen Smart Verbrenner, damit sind wir 300 km in einen Freizeitpark gefahren. Man könnte sagen, das eigentliche Abenteuer waren nicht die Achterbahnen, es war die Autobahn mit diesem Floh. Und von Laden war damals noch gar nicht die Rede.
Wenn ich das richtig rauslese, ist dein BEV an die 4,7 m lang mit entsprechendem Radstand und der entsprechenden Reichweite.
Also, obwohl du angibst, dass ein kleines Auto „geht“ – Lust hast du darauf nicht. Das beschreibst du doch ganz anschaulich.
brainDotExe meint
„Die Version mit Verbrennungsmotor soll weiter die CLAR-Architektur des heutigen 1er nutzen“
Der 1er nutzt nicht CLAR sondern FAAR WE.
McGybrush meint
Wenn es nach mir ginge hätte ich mein E87 schon vollelektrisch haben wollen. Zumal es das Coupe ja in Vollelektrisch gab. Hätte ich gerne gehabt. Zur not auch den aktuellen elektrischen 3er der in China verkauft wird.
Aber wird sind unwichtig von der Zielgruppe.
Nu ist zu spät. Jetzt fahr ichbeine andere Marke.
BEV meint
ging mir auch so, danke
dem E87 hätte nur CCS gefehlt, dann hätte das für mich damals schon gereicht (heute nicht mehr)
aber man wollte unebdingt den i3 bauen, damit man den Stinker Modellen keine Konkurrenz macht, nicht dass der Kunde noch auf die Idee kommt ein E-Auto zu kaufen
damals hätte man sicher kein Geld damit verdient
Fred Feuerstein meint
Das wäre ein wunderbares Fahrzeug: endlich wieder Heckantrieb im 1er. Das wär für das Segment ein echter Gewinn. Wenn der dann nicht so hochbeinig und billig wie der id.3 daherkommen würde, könnte er viele Kunden ansprechen.
BEV meint
gerade die Größe und Form des ID.3 überzeugt noch viel mehr Kunden
CJuser meint
Ich hätte spontan gesagt, dass die LCI vom iX1 hier sicher einen Ausblick geben könnte.
Bei diesem fällt mir allerdings gerade auf, dass im BimmerPost „Leak“-Thread hier scheinbar Korrekturen vorgenommen wurden. Der iX1 M50 für den EU-Markt ist verschwunden und findet sich nur noch beim iX1 L wieder.
Es ist aber sehr erfreulich, dass weiterhin Premium-Modelle in dem Segment erscheinen werden.
brainDotExe meint
Der iX1 M50 sollte ja eh nicht zum Lunch verfügbar sein, die Topmodelle kommen üblicherweise später.
Im Leak Thread werden aktuell auch nur die Modelle für den Marktstart aufgelistet.
Ich denke der kommt noch, nur halt mit der üblichen Verzögerung.
Georg Welgo meint
Wenn nicht zum Lunch, dann vielleicht zum Dinner?;)
Simon meint
800V, gute Reichweite und schön flach ich würde den sofort kaufen.
M. meint
Mit Fußgaragen hinten müsste man den auf unter 1,40 m bekommen, und trotzdem richtig Platz für die Füße haben.
Fraglich allerdings, ob es dafür Kunden gibt. 1er BMWs sind nicht als Familienautos bekannt. An der Wahrnehmung ändert die bessere Technik erstmal nichts.
CJuser meint
Die ersten beiden Generationen waren auch nicht gerade für ihre Beinfreiheit bekannt. ;) Dies verbesserte sich aber halt deutlich durch die Frontantriebsplattform.
Fußgaragen sind zwar ein interessantes Mittel für weniger Fahrzeughöhe, aber haben halt auch eine deutliche Reduktion der Akkukapazität zur Folge.
M. meint
Richtig.
Aber aktuell wäre 1,4m Höhe bei dieser Länge eben ein Garant dafür, die Knie zwischen den Ohren zu haben. Da ginge auch nichts unter die Vordersitze.
Die früheren Probleme beim 1er (der ja nie Familienauto war) bekommt man mit einem langen Radstand hin. Der Antrieb ist ja quasi „weg“.
Die Fußgaragen kann man vielleicht aus der vorhandenen Batterie gestalten, weil wie gesagt eine Kapazität von 108 kWh preislich eh nicht realistisch ist. Mehr als 80 kWh gibt es in der Kompaktklasse eigentlich nicht.
Oder das Auto wird höher. Das geht ja immer.