Der Smart #2 absolviert derzeit ein weltweites Testprogramm. Seine offizielle Weltpremiere ist für Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon vorgesehen. Auf öffentlichen Straßen ist der elektrische Zweisitzer noch mit einer schwarz-weißen Tarnlackierung unterwegs.
Auf speziellen Testgeländen werde die Agilität des Fahrzeugs unter realen städtischen Bedingungen geprüft, berichtet der Hersteller vom aktuellen Stand der Entwicklung. Zu den Tests gehörten unerwartete Hindernisse, Not-Spurwechsel und nasse Straßen mit geringer Haftung. Fahrwerksbefestigungspunkte, Lenkverhältnis, Lenkgetriebeweg und Federungssteuerung würden fortlaufend optimiert.
Das Testprogramm soll neben Agilität auch ein gehobenes und ruhiges Fahrerlebnis im Innenraum sicherstellen. Die Optimierung der Karosseriesteifigkeit und der strukturellen Belastungspunkte soll den #2 zu einem zuverlässigen Begleiter in der Stadt machen. „Ergänzend zu dieser strukturellen Robustheit verbindet die nächste Generation der bewährten Tridion-Sicherheitszelle kompakte Außenmaße mit einer robusten Struktur, die modernen Sicherheitsanforderungen gerecht wird und ein hohes Maß an Schutz, Stabilität und Fahrvertrauen bietet“, so Smart.
Der Zweisitzer sei für moderne städtische Umgebungen ausgelegt. Die seit der ersten Generation der mit dem Namen ForTwo gestarteten Baureihe bekannte „wheels-at-the-corners“-Architektur schaffe eine solide geometrische Grundlage für hohe Wendigkeit auch auf engstem Raum in der Stadt.
„Der Smart #2 steht, wie kaum ein anderes Fahrzeug, für das, was unsere Marke seit jeher ausmacht: intelligente Mobilität für die Stadt mit unverwechselbarer Identität. Mit der eigens entwickelten ECA-Plattform als technologischem Herzstück schaffen wir die Grundlage für einen vollelektrischen Zweisitzer, der ikonisches Design und kompakte Abmessungen mit Agilität, Komfort und Sicherheit auf höchstem Niveau verbindet. Die Vorfreude auf die Weltpremiere in Paris ist groß, denn der Smart #2 bringt ein echtes Stück Smart DNA zurück auf die Straße“, sagt Deutschland-Chef Florian Nemitz.
Die neu entwickelte Electric Compact Architecture (ECA) wurde laut Smart eigens für den rein elektrischen Nachfolger des ForTwo konzipiert. Das habe man entschieden, nachdem Kooperationen mit Partnern als zu kompromissbelastet eingestuft wurden. Die bisher kommunizierten technischen Daten sind noch vorläufig. Das Kleinst-Elektroauto wird demnach eine Reichweite von rund 300 Kilometern bieten und mit einer 35,7-kWh-Batterie ausgestattet sein. Ein Schnellladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird in etwa 20 Minuten angestrebt.
Das mit dem Concept #2 angeteaserte Design des Modells soll für ehemalige Zweisitzer-Fahrer sofort als Smart erkennbar sein, ein modernes Erscheinungsbild ohne Retro-Look zeigen und eine sichtbare Verwandtschaft zu den aktuellen, deutlich größeren Modellen hierzulande namens #1, #3 und #5 aufweisen. Der Concept #2 sei noch leicht überzeichnet, komme dem Serienfahrzeug aber schon sehr nahe, heißt es. Ein Bestellstart wird in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Die Auslieferung der ersten #2 ist ab dem zweiten Quartal 2027 vorgesehen, sie kommen wie inzwischen die gesamte Modellpalette aus China.

Till meint
…abgesehen vor runden, anstatt „eckigen“ Rückleuchten, ist es das Design von 2015. Damals ein europäisches Auto, gebaut in Hambach Frankreich, nahe der deutschen Grenze, heute ein Chinaimport… geschätzt zum gleichen Preis. Seinerzeit war der Smart als Kultauto – als europäisches Nachhaltigkeitsprojekt „rttm“ – ein klassenloses Statement bei sozial- ökologisch politisierten Kreisen.
Ich bezweifle, daß dieses Image, und die damit verbundene zahlungskräftige Kundschaft, mit einem neuen Smart warm wird. „Betrug“ durch Mercedes, indem smart nach China verlagert wurde, und keine smarten Autos mehr baute, und dann eben ein Fahrzeug aus einem diktatorischem Regime. Der Nibus ist zerstört.
David meint
Die Frage ist nur, wie groß das Kundensegment ist. Das Fahrzeug ist sicher tauglicher, als es das früher war. Dafür ist es jetzt chinesisch. Vor allem loben alle ein kleines Auto, kaufen es dann aber nicht. Das war schon immer das Problem des Verbrenner Smart…
MK meint
@David:
Aus dem Carsharing hat sich Mercedes ja mittlerweile zurückgezogen. Da und bei Pflegediensten sehe ich die Hauptanwendungsgebiete für solche Fahrzeuge…und da ist es vollkommen egal, wo das Fahrzeug entwickelt und montiert worden ist…
Powerwall Thorsten meint
Ja, dann kann sich meine Geschäftspartnerin endlich von ihrem E Smart trennen.
Der ist mit dem Winz-Akku ja im Winter wirklich nur innerorts zu gebrauchen, wenn er ein paar Jahre alt ist und die Degradation ihren Tribut auch noch gefordert hat.
Es geht voran in der Elektromobilität.
A-P meint
„Das Kleinst-Elektroauto wird demnach eine Reichweite von rund 300 Kilometern bieten und mit einer 35,7-kWh-Batterie ausgestattet sein. Ein Schnellladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird in etwa 20 Minuten angestrebt.“
Sehr gut, für den Kleinstwagenklasse 10-80% in nur 20 min. erledigt und 300 km (-20% = Real) ist schon ein gute Fortschritt zum Vorgänger!
F. K. Fast meint
Damit wird er wohl auch deutlich teurer sein als ein Twingo, der nur ~27kWh hat.
Adrian meint
Nein, er soll um die 20.000 liegen, wie der Twingo.
Aliveffm meint
Und 10 mal cooler als ein Twingo – aber wie immer subjektiv!