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Tesla plant zum Semi-Start mit ersten E-Lkw-„Megachargern“ in Europa

17.09.2026 in Aufladen & Tanken, Transport von Thomas Langenbucher

Tesla-Supercharger-V4

Bild: Tesla (Symbolbild)

Tesla will den Marktstart seines Elektro-Lkw Semi in Europa 2027 mit einem eigenen öffentlichen Schnellladenetz begleiten. Nach Angaben von Semi-Programmchef Dan Priestley umfasst die erste Ausbaustufe 21 Standorte mit insgesamt mehr als 100 Ladepunkten. Die Standorte sollen sich zunächst auf Deutschland, Frankreich, die Benelux-Länder, Großbritannien und Schweden konzentrieren.

Die geplanten Stationen nutzen das Megawatt Charging System, kurz MCS. Tesla spezifiziert seine Megacharger-Hardware mit einer maximalen Leistung von 1,2 MW pro Ladepunkt, bis zu 1500 Ampere Gleichstrom und einem Spannungsbereich bis 1000 Volt. Als Ladestandard nennt der US-Elektrofahrzeugbauer MCS 3.2. Laut Tesla soll die Hardware offene Protokolle unterstützen. Für Unternehmenskunden werden Megacharger und langsamere Basecharger bereits als separate Ladelösungen angeboten.

Der für Europa vorgesehene Semi ist nach Herstellerangaben für eine geschätzte Reichweite von bis zu 550 Kilometern und einen Energieverbrauch von rund 1,0 kWh pro Kilometer ausgelegt. Tesla beziffert die Ladefähigkeit des europäischen Semi auf geschätzte 800 kW. Die maximale Nennleistung eines Megacharger-Anschlusses von 1,2 MW liegt damit über dem für den E-Lkw veröffentlichten Wert. Innerhalb von 30 Minuten sollen sich bis zu 60 Prozent der Reichweite nachladen lassen.

„Der Semi wurde von Grund auf als Elektro-Lkw konzipiert und ist darauf ausgelegt, den Güterverkehr zu revolutionieren. Er basiert auf der Tesla-Expertise in den Bereichen Batterietechnologie, elektrischer Antriebsstrang, Software und Fertigung, um die Anforderungen moderner Logistik zu erfüllen“, wirbt der Konzern. Dank „branchenführender Effizienz“ und hoher Reichweite sei der Semi für die europäischen Transportanforderungen ausgelegt – „von der regionalen Distribution bis hin zu Langstrecken“. Die Kundenauslieferungen in Europa sollen 2027 beginnen.

Das Megacharger-Netz soll nach Teslas Angaben nicht ausschließlich dem Semi vorbehalten bleiben, sondern auch für kompatible Elektro-Lkw anderer Hersteller zugänglich sein. Damit trifft das Unternehmen auf bereits laufende europäische Infrastrukturprojekte. Milence, das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck, der Traton Group und der Volvo Group, meldete zur IAA knapp 40 aktive Lkw-Ladehubs in neun Märkten und plant bis Ende 2027 insgesamt 70 Standorte – mehr als die Hälfte davon soll MCS unterstützen.

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Via: Tesla & Electrive
Tags: Ladestationen, Lkw, Schnellladen, Tesla SemiUnternehmen: Tesla
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mark Müller meint

    17.09.2026 um 21:10

    Inzwischen wissen wir ja langsam, dass die Wendung ‚Tesla plant …‘ nur heisst, dass uns Tesla gerne glauben liesse, dass …
    Tesla plante die Serienproduktion des Semi ab 2016 und den Europa-Einsatz aber 2017.

    Zum Antworten anmelden
    • Fred Feuerstein meint

      18.09.2026 um 13:15

      Glücklicherweise ist selbst Tesla schneller als die Hersteller von Wasserstofffahrzeugen, die ja auch bald in Massen kommen sollen. Und das schon seit mehr als 30 Jahren…

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      • NeutralMatters meint

        18.09.2026 um 18:09

        Nur, dass alle anderen bereits BEV-LKW in Serie haben, in verschiedenen Rahmen, Achsen, mit verschiedenen Kabinen (sogar mit Bett! / siehe Elektrotrucker-Beitrag) und bereits in die nächste Generation übergehen – alles wo der Semi noch bei Gen 1 ist.

        Zum Antworten anmelden
        • Jörg2 meint

          18.09.2026 um 18:32

          Neutral…

          Was ist für Dich an „… schneller als die Hersteller von Wasserstofffahrzeugen …“ unverständlich, um auf BEV-Lkw und Elektrotrucker umzuschwenken?

      • Fred Feuerstein meint

        21.09.2026 um 08:51

        Ist doch in Ordnung, dann haben alle anderen eben schon BEV LKW in Serie. So wie ich das erkennen kann, ist das bei H2 nicht der Fall…Aber das weiß Mark Müller auch…

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  2. Powerwall Thorsten meint

    17.09.2026 um 18:58

    Die Plattenbetreiber werden sich schnell merken, bei welchem Hersteller ein gutes Gesamtpaket zu bekommen ist, was dann nahtlos funktioniert.
    Wenn Tesla – wie damals auch bei den Autos – das Lade parallel zu den ausgelieferten Fahrzeugen ausbaut wird es sicher bei einigen Interessenten die Kaufentscheidung beeinflussen. Wie das Laden im Bereich der E LKWs kurz bis mittelfristig ausgehen wird?
    Time will tell

    Ich prognostiziere hier und heute schon einmal, dass nicht nur der VDA, sondern auch entsprechende andere Verbände künftig ständig jammern werden, dass man ja „gerne elektrisch wolle“ aber die Ladeinfrastruktur ja leider nicht mithalten würde und deswegen die E-Laster leider nicht so vorankommen, wie das alle Hersteller gerne (angeblich) wollten.

    Same procedure as last time – same procedure as every time Frau Müller

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    • NeutralMatters meint

      18.09.2026 um 18:10

      Schau dir mal den Elektrotrucker-Beitrag an, wie „toll“ das Gesamtpaket ist und dass Tesla nicht verstanden hat, seinen LKW fernreisetauglich zu machen.
      Als Daily scheint er ok zu sein, zu mehr reicht es nicht.

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  3. Karl-Gustav meint

    17.09.2026 um 11:54

    Dürfen die das überhaupt?
    Wenn das erlaubt wäre, dann hätten doch
    Mercedes Trucks, Volvo, DAF, MAN, Scania, Renault etc.
    schon längst eigene Ladenetzwerke aufgebaut und sie müssten nicht auf staatliche Maßnahmen warten.
    Oder habe ich da etwas nicht richtig verstanden?

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    • Andreas meint

      17.09.2026 um 14:01

      Wenn du keine Subventionen abstauben willst, darfst du jederzeit bauen. Werden halt nicht direkt an der Autobahn liegen.

      Zum Antworten anmelden
    • MK meint

      17.09.2026 um 16:50

      @Karl-Gustav:
      Haben Mercedes, Volvo, DAF, MAN, Scania, Renault etc. denn jemals versucht ein Tankstellennetz für Diesel-LKW aufzubauen?
      Nein, haben sie nicht…weil sie gar kein Interesse daran haben, in diesen Markt einzusteigen. Und weil sie letztlich ja lieber weiter Diesel-LKW statt elektrischer verkaufen würden und dabei nur zu gerne auf „fehlende Lademöglichkeiten“ als Ausrede verweisen.

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      • eBikerin meint

        17.09.2026 um 17:46

        Liest hier eigentlich mal jemand die Artikel?
        Milence, das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck, der Traton Group und der Volvo Group, meldete zur IAA knapp 40 aktive Lkw-Ladehubs in neun Märkten und plant bis Ende 2027 insgesamt 70 Standorte – mehr als die Hälfte davon soll MCS unterstützen.
        Ach so ne geht ja nur ums hetzten gegen Europäische Hersteller, richtig ?

        Zum Antworten anmelden
        • MK meint

          18.09.2026 um 14:24

          @eBikerin:
          Nein, hier geht es nicht ums Hetzen. Ich sage doch im Gegenteil, dass die Forderung an die Hersteller, da was zu tun, absurd ist, weil man so eine Forderung bei Verbrennern auch niemals erhoben hätte.
          Gleichzeitig können Sie aber doch nicht leugnen, dass bei der Frage, warum der Anteil der batterieelektrischen schweren LKW so langsam steigt, die meist genannte Aussage „zu wenige Lademöglichkeiten“ lautet. Und ja, man „engagiert“ sich mit Milence (so wie man es bei den PKW mit Ionity tut). Aber auch da: Glauben Sie wirklich an ein ernsthaftes Vorantreiben, wenn die drei größten Nutzfahrzeugkonzerne Europas nach mehreren Jahren zusammen europaweit Lademöglichkeiten an grade mal 40 Standorten hinbekommen haben?
          Mal als Größenordnung: Die Entwicklung eines modernen Dieselmotors alleine verschlingt schon einen Milliardenbetrag. Stellen wir uns mal vor, Traton, Daimler und Volvo hätten jeweils 1 Milliarde Euro für Milence bereitgestellt und Milence sollte komplett ohne Kredite nur mit Eigenkapital agieren. Was kostet so ein LKW-Ladepark? Sagen wir mal 10 Mio. €? Dann hätte man von diesem Geld schon locker 300 Standorte haben müssen. Wenn Sie auf der Milence-Website schauen, ist dieser Website nach in ganz Deutschland genau ein einziger in Bau, europaweit sind es 6. Im gesamten Rhein-Main-Gebiet gibt es genau Null…und es ist auch unter den bis Ende 2027 geplanten nicht vorgesehen, dies zu ändern.

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