Die Volkswagentochter PowerCo hat den Start ihrer Batterieproduktion für Elektroautos in Salzgitter nahe Braunschweig noch für dieses Jahr angekündigt. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der vollständige Betrieb der Fertigungsanlage solle im kommenden Jahr anlaufen. Die Produktionsaufnahme falle damit zeitlich mit der Markteinführung neuer Elektro-Modelle wie dem erschwinglichen Kleinwagen ID. Polo zusammen.
Mit der eigenen Batterieproduktion will Europas größter Automobilhersteller seine Position im wachsenden Markt für Elektromobilität stärken. Weitere aktuelle Details zum genauen Produktionsvolumen oder zur Investitionssumme nannte die Zeitung nicht. Bekannt sei bereits, dass PowerCo für die gesamte Lieferkette von den Rohstoffen bis zur fertigen Batterie verantwortlich wäre.
In Salzgitter ist die neue „Einheitszelle“ von Volkswagen der Fokus. Sie wird ihr Debüt in der „Electric Urban Car Family“ von VW, Škoda und Cupra feiern. Die PowerCo-Akkus sollen später auch in Valencia (Spanien) und St. Thomas (Kanada) hergestellt werden. Die Produktion in Spanien könnte sich laut einem Bericht verzögern und erst Mitte 2027 starten.
Auch Vorprodukte wie das Kathodenmaterial sollen aus europäischer Produktion stammen. „Damit wird die Einheitszelle zu einem Meilenstein für die europäische Automobilindustrie, die in der Batterietechnologie bislang kaum vertreten ist“, hieß es im September.
Technologisch ist die Einheitszelle laut Volkswagen ein großer Sprung nach vorn. Mit einer Energiedichte von rund 660 Wh/l gehöre sie zu den leistungsstärksten Akkus im Volumensegment. Gegenüber bisherigen Batteriezellen entspreche das einem Plus von rund zehn Prozent. Das Batteriesystem sei ebenfalls komplett neu entwickelt und setze nun durchgängig auf die Cell-to-Pack-Technologie.
Das Batteriesystem und die prismatische Einheitszelle seien optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichten der Electric Urban Car Family bis zu 450 Kilometer Reichweite sowie Ladezeiten von unter 25 Minuten. Wesentliche Bauteile würden im Großgussverfahren hergestellt, was weitere Vorteile beim Gewicht bringe. Zugleich habe man die Kosten gegenüber bisherigen Batterien signifikant reduzieren können. „Volkswagen setzt damit neue Benchmarks bei Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Effizienz im Kleinwagensegment und macht die Elektromobilität für alle erschwinglich“, so das Unternehmen.
Die Einheitszelle soll in bis zu 80 Prozent der Elektrofahrzeuge des Konzerns über Marken und Regionen hinweg zum Einsatz kommen. Sie kann mit verschiedenen Zellchemien von LFP über NMC bis hin zur Feststoffzelle bestückt werden und soll damit trotz Standardisierung eine hohe Flexibilität bieten. Entwickelt und produziert wird sie sowohl von der PowerCo als auch von externen Lieferanten wie Gotion High-Tech in China.

Thorsten meint
Der SOP beginnt somit in Tagen!
Future und Jörg2 holen die Taschentücher raus.
Dass VW dieses so konsequent durchzieht, wird sich noch als Vorteil
Erweisen.
Spannende Zeiten und mal gute Nachrichten von VW.
Wie viele Wettbewerber, auch aus China, können das eigentlich nachmachen? Einer?
Jörg2 meint
Thorsten
Wenn Du meine Post verfolgen würdest, könntest Du erkennen, dass ich es überaus schön finden würde, wenn die deutsche Autoindustrie kräftig, umsatzstarkt und mit hoher Marge ausgestattet wäre. Dies ist aktuell nicht so. Die Gründe dafür sind bekannt.
Wenn sie nun, per Zellproduktion, ihre Stellung verbessern, sehe ich keinen Grund, darüber traurig zu sein. Es würde mich freuen.
Es wären dann meine Freudentränen, die Dein Taschentuch benötigen würden.
Einfach mal den Kopf aus dem eigenen Graben heben. Der Rest der Welt ist nicht voller anderer, ähnlich dümmlicher Gräben.
Future meint
Die ersten Serienzellen von Gotion für VW sind natürlich ein Fest. Die Elektroautos werden damit sicherlich billiger und Elli wartet auch schon darauf für die Großspeicher. VW wird dann bedtimmt ein paar mehr Elektroautos bauen und hoffentlich im nächsten Jahr endlich mal die Million knacken. Es wird Zeit.
David meint
Das ist der nächste Magenschwinger für die Kaputtschreiber der deutschen Industrie. VW beginnt tatsächlich. Und sie machen das sauber. Über ihre beherrschende Stellung bei Gotion haben sie Zugriff auf Spezialisten und Spezialmaschinen. Und ihnen ist klar, dass so eine Produktion Zeit braucht. Die können sie ihr geben.
Murks musste ja damals für seine 4680-Nummer Spezialisten aus China einfliegen lassen, weil es einfach nicht funktionieren wollte. Geduld war wie immer nicht sein Ding. Heraus kam eine extrem teure Schwachlastzelle, mit der im KlapperTruck keine 400 Kilometer drin sind. Eine Gratis-Lehrstunde, wie man’s nicht macht. VW hatte das aus der Ferne sicher schmunzelnd beobachtet.
Jörg2 meint
Volkswagen ist der größte Einzelaktionär, hat aber keine beherrschenden Stimmrechte. Die Macht liegt weiterhin bei der Gründerfamilie (in Person) und mit ihr verbundenen Unternehmen.
Auch hier: Volkswagen muss mangels eigener Kompetenz Beteiligungen eingehen, ist von deren Wohl und Wehe abhängig und muss die Marge teilen.
Zellen -> Gotion
Software/IT-Hardware -> XPeng
IT-Struktur -> Rivian
Blech -> Volkswagen (in China für Audi SAIC mit „A U D I“)
Vertrieb -> zurück zum Händlermodell
hu.ms meint
Komisch Jörg,
andere produktionsmaschinen kommen z.b. von kuka. Ist VW von denen auch abhängig?
Und von wem kommen die zellen bei anderen herstellern und wie gross ist da das abhängigkeitsverhältnis ?
Fragen über fragen….
Jörg2 meint
hu.ms
Mir ging es um die „beherrschende Stellung“, die VW beim Gotion hätte.
Für Deine Zusatzfragen findest Du bestimmt Antworten.
Paul meint
Jörg wie immer mit keiner Antwort auf ihre Frage, aber kennt man hier schon.
Er kennt eh nicht das spezielle Vertragsverhältnis zwischen VW und Gotion, das Ende 2027 endet.
Sonst würde er das hier breittreten.
Spannend wird sein, wie dann VW die Beteiligung noch laufen lässt.
hu.ms meint
Wieder mal lustig Jörg:
wenn die antwort auf meine frage für deine argumentation schlecht aussieht, soll man diese selbst finden.
Jörg2 meint
hu.ms
Ich habe mich mit Deinen Fragen, auf die Du offenbar Antworten hast (was die Frage aufwirft: Was soll dann Deine Fragerei?), nicht beschäftigt.
Du kannst aber gern Deine Argumentation hier vorbringen. Dazu braucht es eher keine Fragen von Dir an andere.
Paul meint
@hu.ms:
Jörg2 meint 03.12.2025 um 09:10
Die Nichtantwort ist CO₂-Verschwendung.
Aber das ist halt so, er kennt keine Internas über Gotion und VW und verbreitet hier heiße Luft.
Ben meint
Und was ist jetzt so toll daran das eine chin. Firma Akkus in Salzgitter fertigen lässt ?
hu.ms meint
Falsch! Die chin. Firma liefert PowerCo nur die maschinen und unterstützt beim produktionsanlauf in Salzgitter. Gleiches nächstes jahr dann in Spanien.
Future meint
Das chinesische Personal von Gotion hat VW fest eingeplant. Woher soll die Expertise denn auch sonst herkommen bei der Zellproduktion. Das Hat VW so schon in 2021 auf der Pressekonferenz zum Einstieg bei Gotion kommuniziert. In Salzgitter und Sagunto werden sie schon fleißig Chinesisch lernen, damit sie auch nichts falsch verstehen in den Fabrikhallen.
Mary Schmitt meint
Ganz normales Einlaufen einer Produktion. Nur, dass es unter Freunden ist.
hu.ms meint
Zellferigung ist hoch automatisiert.
Doe goiton-MA überwachen die maschinen die von ihrer firma an VW verkauft wurden. Ist ein ganz normales vorgehen bei neuen produktionsmaschinen.
Future meint
Genau, Mary. Die Chinesen sind unsere Freunde. Das schreibe ich hier seit Wochen. Ständig funkt dann aber jemand dazwischen, der behauptet, dass China der neue Fe ind. sei.
Futureman meint
Keine Angaben zum Produktionsvolumen. Ist schon ein Unterschied, ob man 5 Akkus im Monat produziert oder wie CATL für Millionen Autos pro Monat. Bei der jahrzehntelangen VW-Praktik immer auf das günstigste Bauteil zu setzen, wird es für die hauseigenen Batterien selbst im eigenen Konzern kaum Abnehmer geben. Da geht es wohl eher um das Abgreifen von Fördergeldern.
Immerhin haben so einige Mitarbeiter noch ein wenig Einblick in die Batterietechnik und können in Zukunft weitere Werke von CATL oder BYD in Deutschland unterstützen.
Matze meint
„ Bei der jahrzehntelangen VW-Praktik immer auf das günstigste Bauteil zu setzen, wird es für die hauseigenen Batterien selbst im eigenen Konzern kaum Abnehmer geben. Da geht es wohl eher um das Abgreifen von Fördergeldern.“
Hast du weiterführende Informationen, dass VW drei powerco Standorte aufbaut, deren Produkte aber nicht verwenden wird?
Gernot meint
Wenn jemand die volumetrische Energiedichte statt der maßgeblichen gravimetrischen Energiedichte abgibt, dann weiß man schon immer gesichert, dass es darum geht, Bullshit zu verbreiten – also die Leute mit vermeintlich hohen Energiedichten zu beeindrucken, die man gar nicht hat. Vielen Laien fällt das nicht auf: „Boah VW hat Batterien mit einer Energiedichte von 660 Wh die anderen liegen ja nur bei 250 Wh. Das eine sind halt Wh/l und das andere Wh/kg.
Quantumscape bewirbt bei seinen Festkörperzellen die Energiedichte auch immer nur mit der volumetrischen Angabe. Nach Gewicht sind sie eben nur 20% besser als Zellen mit flüssigem Elektrolyt, was eher enttäuschend ist.
Ansonsten hat VW die Produktionskapazität für Salzgitter zusammen gestrichen. Das ist zwar besser als nichts, aber mit diesem Kleinkram hat man mangels Skaleneffekten per se keine Chance konkurrenzfähig zu CATL und Co. zu werden.
Und wer noch etwas zur Lage der deutschen Wirtschaft wissen will: Die Maschinen, die in Salzgitter die Batteriezellen bauen, die kommen nicht aus Deutschland – dem Land der Maschinenbauer. Die kommen aus China.
Mäx meint
Naja volumetrisch ist aber tatsächlich viel entscheidender als gravimetrisch um Kleinwagen mit ausreichend Kapazität ausstatten zu können.
Wiegt so ein Kleinwagen dann 100-150kg mehr, weil die gravimetrische Dichte nicht in gleichem Maße gesteigert werden konnte…eigentlich egal.
Dennoch stimme ich zu, dass es unvollständig ist und ich auch lieber immer alle Daten habe als nur ein paar.
Gernot meint
Mit Verlaub: das ist kompletter Quatsch.
Ein Kleinwagen wie der VW Polo ist 195 cm breit und hat einen Radstand von 256 cm (bei BEv noch mehr). Sagen wir, dass im Unterboden effektiv lediglich 140 cm Breite und 170 cm Länge für Batterien nutzbar sind. Dann bietet ein lediglich 6 cm hohes Fach im Unterboden bereits 143 Liter Volumen für die Batterie. Eine für einen Kleinwagen typische Batterie mit 40 kWh braucht bei 660 Wh/l lediglich 60 Liter (Zellebene), effektiv vielleicht 80-90 Liter. Und dann willst Du behaupten, dass Volumen die maßgebliche Metrik ist? Absurd.
Im Übrigen: alles, was eine Batterie teuer macht (Lithium, Cobalt, Nickel) wird nach Gewicht und nicht nach Volumen abgerechnet. Auch deswegen ist die gravimetrische Energiedichte die maßgebliche Metrik.
Ich habe ja kein Problem damit, wenn in einer Pressemitteilung beide Angaben genannt werden – also gravimetrische und volumetrische Energiedichte. Aber wenn nur die volumetrische Energiedichte genannt wird, geht es eindeutig darum, Leute in die Irre zu führen. Dann kann man zahlenmäßig hohe Energiedichten präsentieren, die aber etwas ganz anderes aussagen.
Stefan meint
Dann muß ja noch die Kühlung und das Batteriegehäuse untergebracht werden. Und eine gewisse Zahl Kleinwagenfahrer hätten eben schon gerne 50 kWh (wie im neueren Zoe) oder mehr an Akkugröße für zwei Personen auf längeren Strecken.
Mäx meint
Also nochmal. Ich hab lieber auch alle Daten angegeben und finde es sus wenn nur einzelne Daten angegeben werden.
Da sind wir uns einig.
Dennoch finde ich volumetrisch für kleine Fahrzeuge erheblich wichtiger als das Gewicht.
Warum geht denn nicht mehr als 40-50kWh in Kleinwagen?
Ist das ein Gewichtsproblem oder ein Platzproblem?
Für viele reicht ein 50kWh, keine Frage.
Aber um mehr Leute abzuholen, wären wohl eher so um die 80kWh nötig.
Und damit das passt muss das Volumen gesteigert werden.
Ob das Pack mit 80kWh (statt der 50kWh) nämlich 100 oder 150kg mehr wiegt ist den Leuten völlig egal.
Andi EE meint
@Mäx
Mit einem Kleinwagen mit schlechter Aerodynamik kommst du auch mit dem 80kWh nur auf enttäuschende Reichweiten.
Vielleicht hast du die Zahlen gestern? aus dem China-Test bei ausschließlich 120Km/h gesehen. Ca. 30 Modelle meist Chinesische, dann auch MY und 3 und der ID.3.
Die Verbräuche sind zum Teil katastrophal hoch bei diesen kurzen Fahrzeugen, insbesondere die BYDs. Der ID.3 hat sich noch gut geschlagen, aber auch etwa 10-15% höher als das Model Y, ca. 15-20% mehr als das Model 3 … Ich glaub der ATO hatte um die 30% mehr Verbrauch.
Das Model Y ist viel grösser und schneidet deutlich besser bei dieser Langstrecken-Reisegeschwindigkeit ab. Heisst wiederum, je kürzer das Fahrzeug desto grösser die Penaltys auf der Autobahn. Es macht keinen Sinn dort viel Akku zu verbauen, weil diese Fahrzeuge die Langstrecke sowieso nicht beherrschen.
Erstaunlicherweise hat ein Riesenschiff wirklich gut abgeschnitten, der war so ähnlich wie ein Hochgeschwindigkeitszug an der Spitze geformt. Der war kaum schlechter als der ID.3, aber ein 7-Plätzer VAN. Der Test kann natürlich auch manipuliert sein, keine Gewähr auf korrekte Resultate. Aber leider ist es so wie immer, die kurzen Fahrzeugen losen aufgrund der geringen Länge auf der Autobahn ab.
Future meint
Nicht nur die Maschienen kommen aus China. Gotion macht auch die Entwicklung und schickt die Experten, damit die Maschinen auch bedient werden können. VW ist deshlab an Gotion mit 26 Prozent beteiligt. Gotion ist der Batteriehersteller, dem in USA der Bau einer Fabrik gerade untersdagt wurde, wegen einer zu großen Nähe zur Chinesischen Regierung.
hu.ms meint
Und wie nahe sind die zell-lieferanten der anderen BEV-hersteller an der chin. Regierung ? Z.b. die von tesla in Shanghai ?
Future meint
Ich meine doch die geplante Gotion-Fabrik in Michigan. Der Bau wurde gestoppt. Eine Begründung war, dass der amerikanischen Regierung die Nähe des Unternehmens zur chinesischen Regierung nicht passte. VW hat natürlcih selbst beste Beziehungen zur chinesischen Regierung. China ist bei den Verbrennern doch immer noch der wichtigste Einzelmarkt für VW.
hu.ms meint
Keine antwort auf meine frage.
Und wenn du was meinst, musst du es auch so schreiben.
Future meint
Es geht doch um Gotion und VW und mal nicht um Tesla wie sonst immer.
brainDotExe meint
Ja und? Business as usual. Ein Zulieferer ist nunmal auf sein Produkt spezialisiert.
Future meint
Klar, VW hat halt wieder nicht wirklich was eigenes. Aber das macht ja auch nix. Man muss sich das nur nicht immer einreden, so wie Mary und Dav id das immer machen.
brainDotExe meint
Ja und? VW kauft beim Zulieferer ein, vollkommen normal.
Die Besonderheit hier ist, dass VW am Zulieferer beteiligt ist.
Tom B meint
@ Future Flasche Aussagen:
VW ist seit 2024 mit 24 % bei Gotion beteiligt.
Gotion ist aktuell auch mit einem Werk in Manteno in den USA tätig und investiert hier 2 Mrd. $.
Wo gibt es in Manteno eine Untersagung für Gotion?
Bitte nennen Sie mir hierfür eine aktuelle Quelle. Danke!
Die Ausstattungen von PowerCo kommen nicht nur exklusiv aus China. Exyte hat z.B. die Trockenräume in Salzgitter geliefert und K-Ensol z.B. die Trockenräume für Sagunto. Haben beide Firmen ihren Hauptsitz in China?
Also liebes Forum aufpassen, was der Future hier schreibt!
Future meint
»Gotion’s Colossal Battery Factory In Michigan Is Dead« (insideEVs, 24.10.2025) Das war die große Meldung auf allen Portalen.
Matze meint
Soli, hast du Quellen dafür, dass Gotion die Entwicklung der PowerCo macht?
Future meint
Soli denkt sich das nicht aus – er hat hier eine Quelle für dich gefunden: »Gotion ist hierbei Technologiepartner für das Fabriklayout, die Anlagen und Produktionsprozesse und soll auch die erste Einheitszellen-Generation für das Volumensegment entwickeln.« Das steht im Wikipedia-Artikel zu Gotion, der sich auch auf die berühmte Pressekonferenz von VW und Gotion in 2021 bezieht.
Mary Schmitt meint
Ja, das ist bitter für die Konkurrenz. VW beginnt jetzt mit eigenen Batterien aus eigenen Zellen mit eigenen Kathoden.aus europäischem Kathodenmaterial. Bang! Klar, man fängt langsam an, aber beginnt genau im Zeitplan. Ich erinnere an die schlecht gealterten Beiträge der VW-Hater „dann müsste man ja dieses Jahr noch anfangen“. Richtig, das tut man. Und, supercool, man hat kein Zieldatum, weil man trotz kompetenter Hilfe weiß, eine gute Produktion entsteht durch Zeit und Sorgfalt. Und 100% der BEV wird man sowieso nicht in diesem Jahrzehnt mit eigener Zellproduktion versorgen können und wollen. Schlau gelernt aus Fehlern von Northvolt und Tesla.
Future meint
VW hängt am Tropf von Gotion, denn Gotion liefert alles: Entwicklung, Maschinen, Experten. Das ist also ähnlich wie mit Rivian, die Architektur und Software liefern.
Trotzdem ist es natürlich enorm wichtig, dass PowerCo nun endlich in die Zellproduktion kommt. Der Start in Sagunto wurde ja leider erst gerade auf 2027 verschoben. Vielleicht haben die Experten von Gotion vorher noch keine Zeit. Es geht bei den Zellen ja nicht nur um die paar Elektroautos von VW, sondern auch um Elli, die die Zellen dringend für die geplanten Großspeicherkraftwerke benötigt.
hu.ms meint
In bezug auf rivian stimmt das nicht !
Die software kommt von einer gemeinsamen neuen entwicklungsfirma, die zur hälfte VW gehört. Also keine fremdzulieferung.
Sie wurde bewusst in USA angesiedelt, weit
weg vom starren VW-gefüge in D.
Future meint
Das JV muss für die Software sogar Lizenzgebühren an Rivian zahlen. Das hat Rivian bei der Gründung des JV so kommuniziert.
Wir werden sehen, was dabei herauskommt, wenn das JV die Rivian Technologie in die VWs bekommen hat.
Die räumliche und strukturelle Entfernung ist sicherlich Fluch und Segen zugleich.
hu.ms meint
Aber nur für die zonen-grundarchitektur notwendigen software.
Einiges wird von VW übernommen.
z.b. das super automatischen einparken seit 2017. Das kann nicht mal tesla, wenns an einer weissen wand (garnicht so selten) erfolgen soll. welch wunder bei reiner camera-orientierung.
Ebenso die navi-software mit den we-charge besonderheiten und einiges mehr.
Future meint
VW muss halt irgendwie die Rivian-Leute in dem JV bei Laune halten, damit alles gut geht und die abliefern können, was von ihnen alles erwartet wird. Wenn das mit Rivian schief geht, dann ist Blume sofort raus und der Scherbenhaufen größer als je zuvor.
hu.ms meint
Hägt dann VW auch am tropf von kuka, wenn von denen produktionsmaschinen sind ?
Future meint
Gotion hat das Knowhow des gesamten Produktionsprozesses: von der Entwicklung der Einheitszelle für VW über die Maschinen bis zum fertigen Produkt. Das ist der Tropf, den ich meine. Anders geht es halt auch nicht.
hu.ms meint
Wieder keine antwort auf die frage.
Wird immer schwächer Future.
Future meint
Es geht auch nicht um Kuka, sondern um den Produktinsprozess mit Gotion – von der Entwicklung bis zur fertigen Zelle. Die Maschinen sind nur ein Bestandteil der umfassenden Technologiepartnerschaft zwischen Gozion und VW. Ich empfehle die ausführliche Pressemeldung dazu von 2021 – alles online. Deshalb hat VW auch die Beteiligung an Gotion gemacht.
hu.ms meint
Keine antwort auf meine frage.
Wo liegt der unterschied zwischen den produktionsmaschinen-lieferanten goiton und kuka ?
Oder anderen maschinen-lieferanten an autoherstellern.
Future meint
Ich habe überhaupt keine Ahnung von Produktion. Allerdings beobachte ich, dass die Skalierung von Zellproduktion wohl sehr viel komplizierter und aufwendiger ist, als es westliche Hersteller erwartet haben. Northvolt ist vermutlich auch daran gescheitert. Insofern geht es aus meiner Sicht nicht ohne die chinesische Expertise. Northvolt hatte es ohne die Chinesen probiert.
hu.ms meint
VW macht mal das was die Chinesen seit jahrzehnten macht:
Ausländer ins land holen, sehen was die machen und dann ganz cool kopieren. Maschinen und MA.
Future meint
So ist es, ausländische Fachkräfte werden nicht nur in der Pflege benötigt. Allerdings ist das noch etwas neues bei Entwicklung und Skalierung in der Autoindustrie. Es ist bemerkenswert, dass es beim Bauteil mit der höchsten Wertschöpfung nicht anders geht.
brainDotExe meint
Herzlichen Glückwunsch, du hast verstanden was ein Zulieferer macht.
Tinto meint
Ich glaube nicht dass er es verstanden hat, aber es kommen sicher noch weitere Artikel über VW, bis dahin kann er sich ja schlau machen :-)
Future meint
Haben Zulieferer vielleicht etwas mit kritischen geopolitschen Lieferketten zu tun, so wie gerade bei den Billigchips?
brainDotExe meint
Je nachdem was der Zulieferer herstellt, haben die etwas mit kritischen Lieferketten, z.B. Mikrochips zu tun, ja.
Future meint
Das bedeutet, dass die Abhängigkeit und die Erpressbarkeit (ökonomisch wie politisch) durch die Lieferketten weiter bestehen.
Neu ist aus meiner Sicht, dass auch Knowhow bei den wichtigsten Bauteilen (Zelle, Architektur, Software, etc) ein Bestandteil dieser Lieferketten sind. Das ist am Beispiel VW gerade besonders eindrucksvoll.
Ben meint
Naja faktisch versorg VW gar keine BEV selbst da die Anlagen in Salzgitter von Gotion gebaut und betrieben werden, wärend die Kollegen nur Anlagenfahrer sind, somit produzieren Salzgitter chinesische Akkus mit chinesischen Maschienen.
hu.ms meint
Falsch. Die maschinen in Salzgitter wurden von VW gekauft. So wie produktionsroboter von kuka.
RudiFaehrtTesla meint
Zu DDR-Zeiten wurden durch die damalige Regierung trotzt sehenden Unterganges auch immer Lobeshymmnen über das damalige System verbreitet.
So machst du es gerade auch. Wie kritisch sieht es denn bei VW aus?
Jörg2 meint
Das Ende solcher Fehleinschätzungen, solches Nicht-Wahr-Habenwollen, ist bekannt.
Future meint
Man fühlt sich ja auch besser, wenn man sich selber lobt. Das ist ganz normal bei Narzissten.
Mary Schmitt meint
Zu DDR-Zeiten….Naja, Tesla-Fans verweisen ja stets darauf, dass das Model Y soooo oft gebaut wurde. Wie der Trabbi in der DDR. Nur haben wir, um im Bild zu bleiben, 1989 .
RudiFaehrtTesla meint
Und auch das konnte damals die DDR wirklich gut: Alles andere was deutlich besser ist, in Verruf zu bringen, weil man ja selbst nichts hatte oder konnte. Steht es denn um VW so schlecht, dass du es so unbedingt nötig hast?
RudiFaehrtTesla meint
Und auch das konnte damals die DDR wirklich gut: Alles andere was deutlich besser ist, in Verruf zu bringen, weil man ja selbst nichts hatte oder konnte. Steht es denn um VW so schlecht, dass du es so unbedingt nötig hast?
Future meint
Deutschland ist schon auf dem Weg zur neuen DDR. Die Wahlergebnisse im nächsten Jahr werden das veranschaulichen. Vielleicht kommt dann auch endlich der Trabi zurück und die Sojanka.
Werner meint
Ich liebe deinen Galgenhumor- sehr feine Klinge.
Anders kann man das echt nicht deuten, wenn du einen 10 Jahres- (oder noch mehr?) Rückstand auf China als Erfolg feierst.
Micha meint
Wenn man einen Rückstand aufholen will, muss man anfangen und nicht nur zerreden, wie du es machst. Natürlich haben wir in Europa noch einen massiven Rückstand, aber sich die aktuelle Expertise in das eigene Unternehmen zu holen und vor Ort zu produzieren ist ein wichtiger erster Schritt, der vor allem auch Unabhängigkeit bringt.
hu.ms meint
„Der vollständige Betrieb der Fertigungsanlage solle im kommenden Jahr anlaufen.“
Sehr ungenauer zeitpunkt. Gibts probleme ?