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Forschungsprojekt entwickelt „hybride Ladeparks” für Elektro-Lkw und E-Autos

24.06.2025 in Aufladen & Tanken, Transport von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

MAN-eTruck_Laden_Batterie

Bild: MAN Truck & Bus SE

Ein neues EU-gefördertes Projekt unter der Leitung des Technischen Forschungszentrums VTT in Finnland will die Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw voranbringen. Unter dem Namen „Multipoint megAwatt Charging for Battery Electric Truck Hubs“ (MACBETH) soll bis 2030 ein Megawatt-Ladesystem für Europa entstehen. Die Projektkosten belaufen sich auf zehn Millionen Euro. 19 Partner aus mehreren europäischen Ländern, darunter die Volkswagentochter MAN Truck & Bus, sind beteiligt.

Im Zentrum des Projekts stehen zwei große Demonstrationsprojekte in Form von „hybriden Ladeparks“, die für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge sowie Pkw zugänglich sind. Ziel ist die Erprobung einer Reihe relevanter Technologien, die von den Partnerunternehmen entwickelt werden.

Ein Beitrag kommt vom niederländischen Unternehmen Rocsys, das einen robotergesteuerten Ladearm beisteuert. Damit soll der Ladevorgang automatisiert werden, sodass Fahrer nicht mehr selbst mit schweren Kabeln hantieren müssen. „Derzeit müssen die Fahrer ihre Fahrzeuge verlassen, mit schweren Ladekabeln hantieren und ihre Pause unterbrechen. Durch die Automatisierung des Ladevorgangs gehen wir kritische ergonomische, betriebliche und sicherheitstechnische Herausforderungen im Bereich des elektrischen Schwerlastverkehrs an“, sagt Joost van der Weijde von Rocsys.

Auch der finnische Hersteller Kempower ist beteiligt und bringt seine MCS-Technologie ein. Kempower-Forschungsdirektor Ville Naumanen: „Derzeit ist Megawatt-Ladeinfrastruktur in Europa noch sehr selten, und unsere Technologien werden entscheidend dazu beitragen, diese kritische Lücke zu schließen.“

Technische Details zum Projekt sind bislang noch nicht veröffentlicht. Projektkoordinator Yancho Todorov von VTT kündigt jedoch einen umfassenden Entwicklungsansatz an. Untersucht werden sollen unter anderem verschiedene Designs für Ladeparks, Hardwaresysteme, Steckerstandards, sicherheitsrelevante Robotertechnologien sowie praktische Erfahrungen von Logistikunternehmen mit dem Betrieb von Elektro-Lkw.

Obwohl MCS an einzelnen Standorten wie der Brennerautobahn bereits Einzug hält, ist MACBETH eines der ersten groß angelegten Projekte, das auf kombinierte private und gewerbliche Nutzung abzielt.

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Via: VTT & Electrive
Tags: Forschung, Ladestationen, Lkw, SchnellladenUnternehmen: MAN
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Kasch meint

    24.06.2025 um 09:11

    Roboterarm, oh Herr lass Hirn fallen. Spielt aber keine Rolle – wichtig ist nur, dass man ohne größere Investitionen und Beiträge an sinnvollen Gesamtkonzepten ein schönes Stück vom Förderkuchen abgekommt. Sinvolle Gesamtkonzepte werden bereits in China und in den USA gebaut und genutzt – da darf man sich natürlich keinesfalls was abschauen, oder am Ende einfach bestellen und aufstellen – ist ja wohl der erhabenen EU unwürdig ! Und überhaupt, warum einfach, preiswert und sinnvoll, wenn man auch das Gegenteil erreichen kann ?

    • M. meint

      24.06.2025 um 15:29

      Warum selbst machen, wenn man sich auch abhängig machen kann?
      Klar, damit Kasch hier wieder darüber schwadronieren kann, dass wir alles einfach aus China nehmen müssen, weil wir das selbst nicht auf die Reihe bekommen.
      Oder?

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