Tesla hat in seinem Stammwerk im kalifornischen Fremont das 10-millionste Elektroauto produziert. Das teilten die US-Amerikaner am 30. Juli 2026 über das soziale Netzwerk X von Unternehmenschef Elon Musk mit. Sechs Jahre zuvor war in Fremont das einmillionste Fahrzeug des E-Auto-Pioniers vom Band gerollt. Seitdem ist Tesla weiter stark gewachsen.
Am 30.12.2025 war im chinesischen Werk in Shanghai das weltweit neunmillionste Fahrzeug der Marke hergestellt worden. Im Juni letzten Jahres hatte Tesla verkündet, sein achtmillionstes Elektroauto gefertigt zu haben – ein Model Y, das damals im deutschen Werk in Brandenburg nahe Berlin entstand. Das siebenmillionste E-Auto hatte das Unternehmen im Oktober 2024 produziert, die Marke von sechs Millionen gebauten Vollstromern war im April 2024 erreicht worden.
Neben den mittelgroßen Baureihen Model 3 und Model Y baute Tesla in den letzten Jahren noch die Oberklasse-Elektroautos Model S und Model X für den Massenmarkt. Letztere beiden Baureihen wurden jedoch im Mai eingestellt, weil man sich künftig stärker autonomen Autos, Künstlicher Intelligenz und Robotik widmen möchte.
Produced our 10 millionth Tesla globally at Fremont Factory this week!
Only 6 years ago, Fremont Factory made our 1 millionth vehicle pic.twitter.com/ps4H6tFgUQ
— Tesla (@Tesla) July 30, 2026
Darüber hinaus stellt der Konzern aktuell den hierzulande nicht erhältlichen Pick-up-Truck „Cybertruck“ her sowie den bisher nur in den USA ausgelieferten Elektro-Lkw Semi. Tesla baut zudem das zweisitzige Robo-Taxi „Cybercab“ für den autonomen Pilotbetrieb in den USA.
Das Unternehmen hat derzeit Fabriken in den USA, in Deutschland und in China. Im letzten Jahr plagten Tesla Absatzprobleme. Dafür gab es mehrere Gründe: den Umstieg auf die erneuerte Generation des Model Y Anfang 2025, aber auch eine veraltete, relativ kleine Modellpalette, wachsenden Konkurrenzdruck, den Wegfall von Förderungen und einen stagnierenden Markt. Insbesondere in Europa belastete das polarisierende politische Verhalten von CEO Musk das Markenimage und schreckte potenzielle Kunden ab.
Inzwischen läuft es bei Tesla wieder deutlich besser: Die weltweiten Auslieferungen sind im zweiten Quartal um 25 Prozent gestiegen. Im Zeitraum bis Ende Juni wurden mehr als 480.000 Elektroautos ausgeliefert, verglichen mit etwas über 384.000 Fahrzeugen im Vorjahreszeitraum. Der Aufschwung zeigte sich vor allem auch in Europa: Daten des Verbandes der Automobilindustrie (ACEA) belegen, dass die Verkäufe der Marke in den ersten fünf Monaten des Jahres um 77 Prozent zunahmen. Dies folgt auf ein schwieriges Vorjahr, in dem die Verkaufszahlen in der Region um 38 Prozent eingebrochen waren.

South meint
Ich bin wahrlich kein Tesla Fan und schon gar nicht vom schrullen Musk, aber historisch war Tesla ohne Zweifel der eAutopionier Nummer Eins, ohne den es erst viel später oder mittelfristig sogar gar keine eAutos gegeben hätte. Damit hat Musk der Menschheit damals wirklich einen Dienst erwiesen, denn an den Erfolg haben nur die wenigsten geglaubt und viele alten Hersteller fördern auch heute noch dem gesellschaftsschädlichen Verbrenner.
Weiterhin muss man festhalten, dass Tesla, obwohl als neu gegründetes Unternehmen am Markt und obwohl kein Mitglieder der großen Volumenhersteller wie VW oder Toyota, immer noch am meisten BEV auf der ganzen Welt verkauft hat.
Deshalb. Tesla ist ein zweischneidiges Schwert. In gewisserweise haben sie sich den Erfolg erarbeitet und auch den Ruhm verdient, aber auf der anderen Seite mag man Tesla unter dem demokratiefeindlichen Musk ganz sicher auch nicht mehr die Daumen drücken. Bin damals knapp am M3 Kauf vorbeigeschrappt, aber heute käme ein Tesla für mich nicht mehr infrage…
ErichW meint
Guter Kommentar. Ich sehe das ganz ähnlich.
Auch ich habe vor Jahren ein wenig auf das Model 3 geschaut. Mit dem Innenraum konnte ich aber absolut nichts anfangen. Und heute geht´s mir wie Dir.
Matthias meint
Meinungen wie „demokratiefeindlichen Musk“ dürfen nicht ohne Widerspruch stehen bleiben. Auf Twitter und anderen Plattformen wurde alles gelöscht und blockiert was nicht links-woke war. Musk hat, obwohl er wahrlich genug andere Sachen um die Ohren hat, Twitter teuer aufgekauft und als X wieder neutral gemacht. Das war und ist demokratiefreundlich.
BeatthePete meint
Glückwunsch Tesla !
David meint
Ja, das ist doch herrlich, wie langsam das Wachstum dort indessen geht. Wenn man etwas über sieben Monate für ne Million braucht, ist man weit weg von einem Rekordjahr und die Träume von einem Aufwuchs auf die ursprünglichen Zielgröße von 20 Millionen sind sowieso schon lange ausgeträumt. Selbst an der Börse ist nach der Q2 Besprechung aufgefallen, dass nichts dahinter ist. Es gibt keine neuen Modelle, es gibt kein autonomes fahren, es droht Riesenärger mit den HW 3 Besitzern und den Opfern des FSD.
Powerwall Thorsten meint
Glückwunsch an Tesla und jetzt viel Spaß denen, die das gerne zu verhindern gewusst hätten.
brainDotExe meint
Ach ist doch alles gut. Tesla hat in über 10 Jahren so viele Autos gebaut wie es VW fast in einem guten Jahr geschafft hat. Also noch alles in Ordnung.
Future meint
VW schafft sogar in 2026 wohl noch nicht mal 1 Mio. im Jahr. Und wir wissen auch alle, dass sie es eben nicht wollen.
Deshalb wird Tesla ja auch so dringend gebraucht, um die Kaufwilligen zu bedienen.
brainDotExe meint
VW hat in 2025 ca. 9 Mio. Autos geschafft, selbst bei pessimistischer Schätzung werden sie dieses Jahr 8 Mio. Autos schaffen. Also deutlich mehr als Tesla.
Es gibt heute für Kaufwillige auch genug bessere Alternativen als Tesla, es wird also nicht mehr wirklich gebraucht.